Er sei «schockiert» über die Fälschungen von Buchungen bei der PostAuto Schweiz AG. Das interne Kontrollsystem der Post habe zwar funktioniert, aber: «Die Information ging nicht weiter zum Bundesamt für Verkehr oder zur Finanzkontrolle.» Dies sagte Michel Huissoud, Direktor der Finanzkontrolle (EFK), dem Westschweizer Fernsehen. 

Es war irritierend zu hören, wie sich Huissoud aus der Verantwortung stahl. Wie wollte der höchste Kontrolleur zwei Tage nach Auffliegen des Subventionsfalles wissen, dass das interne Kontrollsystem funktioniert hatte? Und: War ein Eingeständnis eines eigenen Versäumnisses zu hören, eines eigenen Fauxpas? Fehlanzeige.

Das Bundesgesetz über die Eidgenössische Finanzkontrolle benennt die Verantwortlichkeiten allerdings deutlich. Unter Artikel 8 heisst es explizit, dass die staatsnahen Unternehmen, an denen der Bund zu über 50 Prozent beteiligt ist, der Aufsicht der Finanzkontrolle unterstehen. Und in Artikel 9 und 10 werden die weitreichenden Möglichkeiten der Finanzkontrolle benannt. Sie kann, «ungeachtet einer allfälligen Geheimhaltungspflicht», Auskunft und Akteneinsicht verlangen. 

Das Parlament war bei der Post zu unkritisch: Es lehnte die Pro-Service-public-Initiative ohne Gegenstimme ab. Auch der Bundesrat tat zu wenig. Versagt hat aber vor allem die EFK, die höchste Kontrollinstanz. Erst jetzt will sie PostAuto doch noch untersuchen. Spät. Aber besser spät als nie.