Polemik

Das richtige Salz in der Suppe

Spezialitätensalze sind entgegen der landläufigen Meinung nicht gesünder als das herkömmliche Tafelsalz.

Spezialitätensalze sind entgegen der landläufigen Meinung nicht gesünder als das herkömmliche Tafelsalz.

Wieder hat die Wissenschaft eine Gewissheit zur gesunden Ernährung einfach umgestossen. Egal, ob aus dem Himalaja, aus Persien oder aus Hawaii: Spezialitätensalze sind entgegen der landläufigen Meinung nicht gesünder als das herkömmliche Tafelsalz (85 Rappen für 500 Gramm). Das hat das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit in einer 53-seitigen Studie herausgefunden. Ganze 25 verschiedene Salze hat es mit drei spektroskopischen Methoden auf deren Mineralstoff- und Spurenelementgehalte getestet. Das Fazit: Auch wenn sie als «natürlicher» verkauft werden, sind sie es nicht. Die Lifestyle-Salze enthalten sogar viel eher
Spuren von ungesundem Zeugs wie Aluminium. Zudem sind sie viel teurer.

Obwohl wir ganz grundsätzlich zu viel Natriumchlorid (die chemische Bezeichnung für Kochsalz) essen, das in allen Salzen enthalten ist, muss man das kostbare Fleur
de Sel oder Bambussalz jetzt nicht gleich wegwerfen. Es eignet sich durchaus, um im schneereichen Winter die Auffahrt damit zu streuen. Bis dahin warten wir auf die nächste bahnbrechende Studie – etwa zur drängenden Frage: Welche Schönheitscrème tatsächlich gegen Falten hilft.

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