Frau Lüscher hat wieder angerufen. Sie tönte recht unglücklich. Sie habe sich so sehr auf die gemeinsame Ferienwoche mit ihrem Mann gefreut. Zu Hause wollten sie bleiben und das Leben geniessen, spontan sein, alles nehmen, wie es kommt. Aber dann sei das blöde Paket der Swisscom gekommen. Ihr Mann habe gesagt, «endlich ist das Zeug da», alles ausgepackt und auf dem Stubentisch ausgebreitet: Viel Karton, viele Beschreibungen in vielen Sprachen mit Bildern und Zeichnungen, lange Kabel, Stecker, ein quadratisches Kästchen und eine neue Fernbedienung. Sie habe ihren Mann gefragt, was diese unverlangte Materialsendung der Swisscom bedeute. Er habe ihr erklärt, das sei jetzt eben das «inOne home»-Kit. Das werde er jetzt gleich installieren, habe er zuversichtlich angefügt. Denn was alle seine Kollegen bereits geschafft hätten, werde er wohl auch noch hinkriegen.

Das sei vor drei Tagen gewesen, erklärte Frau Lüscher bedrückt. Seither sei ihr Mann am Installieren. Und seither funktioniere weder Radio noch Fernsehen, weder Internet noch Telefon. Noch selten habe sie ihren Mann so heftig und so oft fluchen gehört. Zum Glück seien die Kinder noch in den Ferien. Und mit den Leuten von der Hotline hätte er sich auch schnell verkracht.

Die ganze Ferienstimmung sei verflogen, sagte Frau Lüscher. Ob sie wohl ihrem Mann jetzt raten sollte, die Installation einem Fachmann zu übergeben.

«Auf keinen Fall», sagte ich. «Damit würden Sie ihn empfindlich kränken. Seien Sie einfach stolz auf ihn. Er ist noch ein echter Mann. Und Sie wissen ja: Echte Männer geben niemals auf!»

Da erinnerte ich mich an die Paketabholungseinladung, die ich am Vortag an meinem Briefkasten gefunden hatte, Absender Swisscom.