Littering

Das geht auf keine Kuhhaut!

Littering, das gedankenlose Wegwerfen von Kleinabfällen, beschäftigt Öffentlichkeit und Politiker immer mehr. Zu Recht.

Was man am Strassenrand und am Wiesenbord alles findet, geht auf keine Kuhhaut. Im Fastfood-Zeitalter nimmt das Phänomen sogar noch zu. Die Entsorgung kostet viel Geld, das via Steuern wieder eingetrieben werden muss. Etwas einfach wegzuwerfen, ist Ausdruck einer bedenklichen Respektlosigkeit all den Männern und Frauen gegenüber, die in ihren orangen Übergwändli bei Wind und Wetter diesen Müll entsorgen. Tag für Tag.

Dabei gibt es in keinem Land der Welt so viele Abfalleimer wie hier – selbst auf der entlegensten Alp. Was kostet es an Anstrengung, eine leere Aludose zum nächsten Abfalleimer oder nach Hause mitzunehmen? Unterwegs Abfälle aus dem Autofenster zu werfen, zeugt von Respektlosigkeit gegenüber der Natur. So gelangen zudem immer wieder Abfälle ins Tierfutter und Kühe gehen an Glasscherben oder scharfkantigen Aludosenteilen jämmerlich zugrunde. Wer würde das irgendeiner Kreatur wünschen?

Zum Glück gibt es engagierte Leute wie Gregor Zimmermann, die in der Freizeit Abfälle einsammeln und mit ihrem Engagement dazu beitragen, dass immer mehr Menschen diese Zusammenhänge sehen und hoffentlich danach handeln. Es braucht keine 1000-Franken-Bussen. Zumal man so ein Gesetz nicht durchsetzen könnte und die Polizei Wichtigeres zu tun hat. Aber wir müssen uns mit Blick aufs Littering mit Mani Matter schon fragen: «Ist dies der Endpunkt der Entwicklung von 5000 Jahren ?» Nein, das darf er nicht sein.

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