Kommentar

Corona-Zunahme im Aargau: Selber handeln statt auf Verbote warten

Eigenverantwortung ist gefragt in der Coronakrise, nicht nur auf Gebote und Verbote von oben warten.

Eigenverantwortung ist gefragt in der Coronakrise, nicht nur auf Gebote und Verbote von oben warten.

Macht Gesundheitsdirektor Jean-Pierre Gallati und sein Departement zuwenig für die Eindämmung der Pandemie? Oder ist es richtig, nicht auf andere Kantone zu schauen, die weitergehen? Ein Kommentar.

Nun ist auch der Aargau wieder im Banne des Coronavirus. Wochenlang konnte sich unsere Region dem Sog der stark zunehmenden Infektionsraten entziehen. Die Verdreifachung der Fallzahlen innerhalb eines Tages zwingt jetzt aber auch die hiesigen Gesundheitsbehörden zum Handeln.

Kantonsärztin Yvonne Hummel und ihr Chef, Regierungsrat Jean-Pierre Gallati, haben bisher stets mit Bedacht auf die Coronawelle reagiert. Sie nehmen dabei keine Rücksicht auf die Aktionen anderer Kantone und schon gar nicht auf die öffentliche Meinung, die ohnehin zwiegespalten ist in der Coronafrage.

Gegen eine Maskenpflicht in Läden zum Beispiel wehren sich Gallati und Hummel unerschütterlich mit dem Verweis auf die Statistik, wonach es in Supermärkten kaum messbare Fälle gibt. Wie sehr die neue Situation aber auch die Verantwortlichen im Gesundheitsdepartement beunruhigt, zeigen die Ankündigungen der Kantonsärztin, die aus ihrer Sicht relevanteren Infektionsherde wie Privatveranstaltungen und neu auch Grossraumbüros ins Visier zu nehmen.

Was immer die Behörden diesmal beschliessen: Wir alle sind gut beraten, nicht die Gebote und Verbote von oben abzuwarten, sondern uns eigenverantwortlich und konsequent an die einfachen Hygiene- und Abstandsregeln zu halten. Das ist von allen Massnahmen eh am wirksamsten, um gesundheitlichen und wirtschaftlichen Schaden abzuwenden.

Kantonsärztin Yvonne Hummel im Talk Täglich: «Die Lage ist ernst»

Kantonsärztin Yvonne Hummel in der Sendung TalkTäglich: die wichtigsten Aussagen

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