Apropos

Chinas Fussball-Trauma

Die chinesische Fahne wird an der WM nur selten gehisst.

Die chinesische Fahne wird an der WM nur selten gehisst.

Ganz Italien trauerte, als klar war, dass der World Cup in Russland ohne Buffon und Co. stattfinden würde. Etwas lockerer gehen die Chinesen mit ihrer fussballerischen Misere um. Kein Wunder, das Reich der Mitte hat sich erst ein einziges Mal für eine WM qualifiziert. Das war 2002 und die Mannschaft verlor alle Spiele zu null. Seither strengt man sich vergeblich an, eine Fussballnation zu werden.

Im chinesischen Messenger-Dienst WeChat schreibt ein Fussballfan: «In Peking spielt fast jeder Junge nach der Schule Fussball, aber das Nationalteam ist ziemlich schlecht. Ich hoffe, sie gewinnen gegen den Vatikan, aber ich bezweifle es.» Ein Spiel zwischen dem bevölkerungsreichsten und dem kleinsten Staat der Erde? Hat der Vatikan überhaupt eine Nationalmannschaft? Ja, hat er. Sie hat sogar einen Sponsor, ein norditalienisches Weingut. Weil weder Fifa- noch Uefa-Mitglied, nimmt sie aber nicht an Qualifikationsspielen für Europa- und Weltmeisterschaften teil.

Auch zum Spiel gegen China wird es nicht kommen. Auf Nachfrage erklärt der chinesische Fussballfan, der Vergleich mit dem Vatikan sei bloss eine Redensart. Sie bedeute, dass das chinesische Team so schlecht und enttäuschend spielt, dass es wohl nicht einmal gegen ein Land gewinnen würde, das kein Profi-Team stellt.

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