Die Biene ist eine Sympathieträgerin. Sie ist mehr als ein Insekt, sprichwörtlich fleissig und versorgt uns mit einem der wertvollsten Naturprodukte überhaupt, dem Honig. Klar, dass Projekte zu ihrer Förderung gerne unterstützt werden, umso mehr, seit der Bienen- bestand alarmierend schnell abnimmt. Das Bienchen hilft mit seinem Image aber auch zahlreichen anderen Insekten. Auch deren Bestand ist gefährdet, auch sie müssen geschützt werden.

Es liegt nahe, dafür in der Landwirtschaft anzusetzen. Das Projekt «Bienenfreundliche Landwirtschaft im Aargau» ist denn auch ein Erfolg, der Austausch zwischen Imkern und Bauern funktioniert, bereits jeder achte Landwirtschaftsbetrieb im Kanton setzt sich so für mehr Biodiversität ein.

Aber das Projekt wird zu einem Ende kommen und es wird nicht jedem Landwirtschaftsbetrieb gelingen, Umstellungen für mehr Artenvielfalt selber zu berappen. Mechanische Unkrautvernichtung ist aufwendig, Wiesen brach liegen zu lassen, geht nur beschränkt. Anstatt auf Subventionen muss die Landwirtschaft mittelfristig auf neue Methoden zurückgreifen können, die es ermöglichen, die Insekten leben zu lassen und dennoch erfolgreich zu wirtschaften. Das muss der neue Standard sein. Hier sind Forschung und Politik gefragt.

Aber auch jede und jeder Einzelne kann etwas für die Artenvielfalt tun. Ein paar Blumen im Garten waren schon immer schöner als ein gestutzter Rasen. Und besser für die Bienen und andere Insekten ist die Wildblumenwiese sowieso.