Cyberkriminalität

Auch Sie haben etwas zu verbergen

Ich habe ja eh nichts zu verbergen, sagen viele. Wer so denkt, sollte noch einmal nachdenken. (Symbolbild)

Ich habe ja eh nichts zu verbergen, sagen viele. Wer so denkt, sollte noch einmal nachdenken. (Symbolbild)

Das Internet ist zum erweiterten Lebensraum geworden: auch für Kriminelle. Tagtäglich erbeuten Hacker Daten und erpressen die Opfer damit. Oder stellen diese bloss, indem sie die persönlichen Informationen im Internet öffentlich machen.

Viele Menschen sorgen sich weder vor Hackerangriffen noch vor der Überwachung: Ich habe ja eh nichts zu verbergen, sagen sie. Wer so denkt, sollte noch einmal nachdenken: Gibt es da nicht doch ein paar peinliche Fotos auf dem Handy, von denen man nicht möchte, dass sie alle Arbeitskollegen sehen? Oder intime Details in E-Mails, die man mal an eine Geliebte geschrieben hat, die nun wirklich nicht alle Nachbarn kennen müssen? Und was ist mit der Steuererklärung? Eben.

Wie leicht Hacker Beute machen können, zeigte sich Anfang Jahr in Deutschland. Als ein 20-Jähriger persönliche Daten von fast 1000 Politikern ins Netz stellte. Die Bekämpfung solcher Verbrechen fordert neue Kompetenzen, über welche die Ermittler noch nicht zur Genüge verfügen. Dass nun in der Schweiz die Polizei im Kampf gegen Cybercrime aufrüstet, ist richtig. Es ist auch klar, dass das etwas kosten wird.

Die Verantwortung gänzlich auf die Behörden zu schieben, wäre aber falsch. Denn für die Sicherheit seiner Daten ist auch jeder Einzelne selber verantwortlich. Die Kombination «123456» taugt ebenso wenig als Passwort wie der eigene Name zusammen mit dem Jahrgang. Würden alle Nutzer solche Grundregeln beachten, dann wäre schon viel getan.

Meistgesehen

Artboard 1