Die gute Nachricht: Das neue FCA-Stadion wurde am Montag nicht beerdigt. Die weniger gute Nachricht: Bis endlich richtig gebaut werden kann, wird weitere Zeit vergehen. Der Vorschlag mit der Querfinanzierung über Hochhäuser ist ambitioniert, vielleicht sogar abenteuerlich. Alleine schon, weil alle Planungs- und Bewilligungsverfahren im Express-Tempo durchgepaukt werden müssen. Und weil es dabei keine Störung seitens Einsprechern, der Politik oder allenfalls des Volkes geben darf.

Wohntürme statt Einkaufszentrum: Plan B fürs neue FC-Aarau-Stadion

Wohntürme statt Einkaufszentrum: Plan B fürs neue FC-Aarau-Stadion

Das Aarauer Projekt sieht ein Einkaufszentrum und Kino vor. Weil das zu teuer ist, plant die Stadt nun Wohnungen. Es droht eine weitere Abstimmung.

Wer Aarau gerne ein Stück weltstädtischer hätte, wird sich darüber freuen, dass die Stadt dank des Fussballs zu drei neuen Hochhäusern kommt. Das Stadion macht möglich, was eigentlich nur schwer vorstellbar war.

Wer mit Aarau weniger hoch hinaus will, wird darauf hinweisen, dass dort, wo jetzt zwanzigstöckige Gebäude entstehen sollen, bisher keine Wohnbauten vorgesehen waren. Er wird sich eine grundsätzliche Diskussion wünschen, ob in der Kleinstadt das Wohnen in Hochhäusern gefördert werden soll.

Stadtrat Lukas Pfisterer über die neuen Stadionpläne

Der Aarauer Stadtrat Lukas Pfisterer über die neuen Stadionpläne

 

Wer in Aarau einfach endlich ein neues Stadion haben möchte, wird sagen, es gebe keine Alternative zum Plan B. Recht hat er. Auf den reichen Onkel in Amerika zu hoffen, wäre etwas gar träumerisch. Die am Montag wieder gemachten Andeutungen über allfällige alternative Finanzierungen wirken wenig realistisch.

Das Stadion-Projekt in Aarau lebt. Aber es braucht weiterhin viel Optimismus, um daran zu glauben, dass im Torfeld dereinst Fussball gespielt wird.

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Die Bilder zur Medienkonferenz vom Montag: