Thermalbad Baden

Zeichen stehen nun tatsächlich gut

So wird das neue Thermalbad in Baden aussehen. Die Aussen-Wasserflächen werden grösser sein, als auf der Visualisierung zu sehen ist.

So wird das neue Thermalbad in Baden aussehen. Die Aussen-Wasserflächen werden grösser sein, als auf der Visualisierung zu sehen ist.

Nächste Woche wird das Baugesuch für das Projekt zum Thermalbad Baden eingereicht. Schon oft war in den letzten Jahren von einem Meilenstein die Rede. Diesmal auch. Zu recht? der Kommentar.

Genau sieben Tage ist es her, dass der Badener Stadtrat und Bauvorsteher Markus Schneider zum Spatenstich des «Jahrhundertprojekts» Sanierung Schulhausplatz ansetzte. Vor einer Woche sagte er voller Freude: «Wir wussten zwar, dass die Sanierung kommt, nicht aber genau, wann wir mit ihr loslegen können.» Noch einiges grösser dürfte seine Freude gestern bei der Ankündigung des Thermalbad-Baugesuchs gewesen sein. Denn bei diesem Projekt hat man sich lange Zeit nicht gefragt, wann es kommt, sondern ob es überhaupt je realisiert wird.

Schon oft war in den letzten neun Jahren von einem Meilenstein die Rede. So oft, dass dieser Begriff hier nicht noch weiter strapaziert werden soll. Doch die Zeichen stehen tatsächlich so günstig wie nie, dass die Bagger im Bäderquartier bald auffahren und das neue Bad im Herbst 2018 wird eröffnen können – über sechs Jahre nach der Schliessung des alten Thermalbades.

«Wir können stolz sein», Markus Schneider, Vizeammann Stadt Baden.

«Wir können stolz sein», Markus Schneider, Vizeammann Stadt Baden.

Bis zur Baderöffnung wird nicht nur viel Geld die Limmat hinuntergeflossen sein. Bauherr Benno Zehnder spricht von rund 17 Millionen Franken Vorleistungen. Nein: täglich fliessen aus 18 Quellen rund eine Million Liter 47 Grad warmen Wassers einfach ungenutzt in die Limmat – und das nun schon seit über drei Jahren. Gleichzeitig zerfällt das einst so stolze Bäderquartier langsam in seine Einzelteile. Zwar ist ihm ein gewisser morbider Charme nicht abzusprechen, doch das Gebiet am Limmatknie ist ganz bestimmt nicht die Art von Visitenkarte, worauf die Bäderstadt eigentlich gerne stolz wäre.

Immerhin hauchen noch ein paar standhafte Gastronomen, Hotelbetreiber und Gewerbler dem Quartier etwas Leben ein. Gerade sie dürften froh sein, passiert jetzt nach Jahren lauter Ankündigungen und Versprechungen mit der Baueingabe endlich etwas Konkretes. Immerhin etwas Gutes haben die jahrelangen Verzögerungen: Viele der jährlich 430 000 erwarteten Thermalbad-Besucher werden dann über den dannzumal fertiggestellten Schulhausplatz anreisen können.

«Der nächste Meilenstein wird sein, wenn ich ins Wasser springen kann»: Benno Zehnder, Investor und Präsident der Verenahof AG.

«Der nächste Meilenstein wird sein, wenn ich ins Wasser springen kann»: Benno Zehnder, Investor und Präsident der Verenahof AG.

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