Skiferien sind teuer. Eine Familie mit einem kleinen Budget kann sich die Ferien im Schnee kaum leisten. Da schaffen die Skilager Abhilfe. Für wesentlich weniger Geld wird der Nachwuchs eine Woche lang betreut und er kann erst noch Skifahren oder Snowboarden lernen. Wichtig ist aber, dass die Gemeinden weiterhin die Lager unterstützen, ansonsten werden die Kosten auf die Teilnehmer abgewälzt, was nicht der Sinn der Sache sein kann.

Dazu kommt der soziale Aspekt von Skilagern. Es entstehen neue Gruppen über die verschiedenen Klassen hinaus. Freundschaften werden geschlossen, die gute Stimmung aus dem Lager hält oft über Wochen an und wirkt sich positiv auf das Klima in der Schule aus. Die Jugendlichen müssen aber auch lernen, sich in einer Gruppe richtig zu verhalten. Sie werden in Ämtli eingesetzt. Müssen abwaschen, putzen und den Tisch decken. Einige lernen dies erst in ebensolchen Lagern.

Die Skilager sind trotz der sinkenden Teilnehmerzahl nicht zwingend vom Aussterben bedroht. Denn: Die meisten Teilnehmer sind Schweizer, nur rund zehn Prozent haben Migrationshintergrund. Damit ist die Aufgabe der Schulen klar: Sie müssen dafür sorgen, dass mehr Kinder und Jugendliche mit ausländischen Wurzeln die Lager besuchen und in die Tradition Skilager integriert werden.