Andere wechseln in die Versicherungsbranche oder ins Gastgewerbe. Dann gibt es solche, die Reporter bei einer Boulevardzeitung werden, dank ihrem Beziehungsnetz heisse Storys ausgraben, die von Redaktoren geschrieben werden. Im Trend liegt der Job des Experten. Hier erklären frühere Kicker, warum der FC Basel zum gefühlt 100. Mal in Folge Meister wird, warum der FC Sion wieder einmal vor einem Trainerwechsel steht und warum der FC Vaduz und Lugano zu den Abstiegskandidaten zählen.

Für eine Premiere sorgt Ivan Benito. Der Torhüter, der zwischen 1997 und 2003 und zwischen 2007 und 2010 für den FC Aarau gespielt und mehr als 300 Partien bestritten hatte, eröffnete unlängst ein Geschäft zur Vermittlung und Beratung von Sportlern und Trainern. Das ist an und für sich nichts Spektakuläres. Aber jetzt kommt der Clou: Im gleichen Lokal bietet Benitos Frau Angela die Möglichkeit eines Faceliftings an. Facelifting ist ein Begriff aus dem Englischen und heisst Gesichtsstraffung.

Ist das nicht toll? Wer als Sportler und als Trainer dauernd verliert oder bei den Spielern in Ungnade gefallen ist und deshalb in eine Krise der gröberen Art fällt, kann das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden. Erst holt er sich bei Ivan Benito wertvolle Tipps, damit es sportlich aufwärtsgeht. Dann folgt bei Gattin Angela eine kleine Schönheitsoperation, damit es mit dem Gesicht aufwärtsgeht. Frei nach dem Motto «Faltenfrei in die Zukunft!» Eigentlich schade, dass ich weder Sportler noch Trainer bin. Denn ein Facelifting könnte ich in meinem Alter von knapp 59 Jahren definitiv gebrauchen. Vielleicht schaue ich trotzdem mal vorbei – in der Aarauer Altstadt an der Laurenzentorgasse 2.