Baden/Wettingen

Müssen wir das Velo jetzt schieben?

Für den neuen Velo- und Fussweg müssen die Stadt Baden und die Gemeinde Wettingen statt 3,07 Millionen neu 4,02 Millionen Franken auf den Tisch legen. Der Kommentar.

Dass Projekte im Verlaufe der Realisierung teurer werden, kommt immer wieder vor und ist noch kein Skandal. Zusatzkredite für einzelne Vorhaben werden von der Legislative denn auch regelmässig durchgewinkt – ganz nach dem Motto: «Wer A sagt, muss auch B sagen».

Doch die Konstellation für den Veloweg-Zusatzkredit könnte vor allem auf Badener Seite nicht ungünstiger sein, steht doch Sparen auf dem Programm. Diesem Spardiktat fiel zuletzt ebenfalls ein Velo-Projekt zum Opfer, als der Einwohnerrat im Oktober entschied, auf eine Bewachung der geplanten Velostation zu verzichten und so jährlich 80 000 Franken einzusparen.

Vor diesem Hintergrund ist es nicht unwahrscheinlich, dass der Einwohnerrat für einmal nicht bereit ist, «B» zu sagen und zu den 1,9 Millionen Franken nochmals 420 000 Franken draufzulegen. Schon an der Ratssitzung im Mai 2013 wehrte sich die SVP gegen den Baukredit: «Sollen Velofahrer ihr Velo doch über die Brücke schieben», so das Argument. Trifft dieses Szenario tatsächlich ein, wäre dies für die Velofahrer in der Region ein weiterer Dämpfer.

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