Immerhin ist das Silicon Valley in Kalifornien heute Sitz von Weltfirmen wie Apple, Intel, Google, Facebook und vielen anderen Hightech-Unternehmen. 2014 erwirtschaftete Apple einen Gewinn von 39,5 Milliarden US-Dollar – zum Vergleich: Der Aargau gab letztes Jahr gut 5 Milliarden Franken aus.

Gerade einmal 38 Millionen Franken hat der Grosse Rat vor drei Jahren für die Hightech-Strategie bewilligt. Dennoch kann sich die Bilanz nach gut zwei Jahren sehen lassen: 200 Firmen hat das Hightech-Zentrum bei Projekten unterstützt. Allerdings lässt sich nur schwer beurteilen, ob die Unternehmen deshalb erfolgreicher sind, zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen wurden, oder der Kanton mehr Steuern einnimmt.

Fest steht hingegen: Die Voraussetzungen für innovative Firmen sind im «Aare Valley» gut. Das Paul-Scherrer-Institut (PSI) in Villigen besuchen jährlich 2000 Forscher – weil sie dort Experimente machen können, die sonst nirgends möglich sind. An der Fachhochschule Brugg-Windisch werden Fachkräfte von morgen ausgebildet. Das Hightech-Zentrum in Brugg sorgt für die Vernetzung von Forschung, Lehre und wirtschaftlicher Anwendung. Und mit dem Innovationspark beim PSI soll bald ein weiteres Element dazukommen. Dass sich der Kanton dies etwas kosten lässt, ist richtig – denn gute Voraussetzungen für die Wirtschaft bestehen nicht nur aus tiefen Steuern und möglichst wenig Vorschriften.