Einwohnerrat Baden

Dreifach-Turnhalle: Kein Kurzschluss-Entscheid, bitte

«Blaue Blume», Siegerstudie des Sekundarstufenzentrums Burghalde. Noch ist unklar, ob dafür eine Zweifach- oder eine Dreifachturnhalle gebaut wird.

«Blaue Blume», Siegerstudie des Sekundarstufenzentrums Burghalde. Noch ist unklar, ob dafür eine Zweifach- oder eine Dreifachturnhalle gebaut wird.

Braucht Baden eine Dreifachturnhalle im Burghaldenareal - respektive soll sich die Stadt die Mehrkosten von über 5 Millionen investieren? Darüber befindet am Dienstagabend der Einwohnerrat. Ein Kommentar.

Die Stadt Baden beziehungsweise ihre Vereine sind mit Infrastrukturen für gewisse Hallensportarten nicht gerade gesegnet. Darum steht der Einwohnerrat Baden heute vor einem wegweisenden Entscheid.

Wenn er den Planungsauftrag erteilt, ein Sekundarstufenzentrum Burghalde mit einer Dreifachhalle Burghalde zu projektieren, kommt er den aktuellen sportlichen Bedürfnissen nach. Wenn er das Projekt auf eine Zweifachhalle reduziert, so spart er bei den Investitionen von 112 Millionen Franken deren 5,6 Millionen ein.

Die Finanzen der Stadt Baden werden in den nächsten vier bis acht Jahren von unverzichtbaren Investitionen geprägt sein, während auf der Einnahmenseite nicht mit nennenswerten Neuerträgen gerechnet werden kann. Wer seine Überlegungen beim Hallen-Entscheid nun auf kurzfristige Finanzspiele reduziert, läuft Gefahr, eine Kurzschluss-Handlung zu begehen.

Der Bau einer Wettkampfarena wäre auf dem Burghaldenareal zweifellos und wortwörtlich fehl am Platz. Doch ein ausreichendes Angebot für Training oder Wettkämpfe unterer Ligen in Sportarten wie Handball, Unihockey oder Basketball fehlt.

Wenn die Burghaldenhalle einmal gebaut ist, bietet sich nirgendwo mehr auf Stadtgebiet genügend Platz an, um eine Dreifachhalle zu erstellen. Der Einwohnerrat ist gut beraten, langfristig zu denken. Würde er die Dreifachhalle ablehnen, müsste man sich wohl spätestens in 20 Jahren an den Kopf greifen.

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