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Die Stadt muss Vorbild sein

Mit den Ladenflächen unterhalb des Bahnhofs will die Stadt mehr Geld verdienen.

Mit den Ladenflächen unterhalb des Bahnhofs will die Stadt mehr Geld verdienen.

Baden soll als Einkaufsstadt der Kundschaft in der Region ein möglichst breit gefächertes Ladenangebot bieten können. Doch Wunsch und Realität klaffen immer weiter auseinander.

Es ist seit vielen Jahren ein Anliegen, das quer durch die Parteienlandschaft und die Stadtbevölkerung geht und schon wiederholt die Politik beschäftigte: Baden soll als Einkaufsstadt der Kundschaft in der Region ein möglichst breit gefächertes Ladenangebot bieten können. Doch Wunsch und Realität klaffen immer weiter auseinander. In den vergangenen Jahren sind vor allem aus wirtschaftlichen Gründen einige kleine Ladengeschäfte aus dem Stadtbild verschwunden.

Wo liegen denn die Gründe für diese Entwicklung? Bei den tiefen Hypothekarzinsen müssten doch auch Renovationen und andere bauliche Eingriffe in Geschäftshäuser gut verkraftbar sein? Das Übel liegt bei Liegenschaften in der Stadt meistens in den überrissenen Renditevorstellungen der Besitzerschaft. Diese Entwicklung hat sich in den vergangenen Jahren durch zahlreiche Handänderungen verschärft. Waren die ursprünglichen Eigentümer sehr oft mit Stadt und Region verwurzelt oder identifizierten sich mit der Kleinstadt Baden, verfolgen auswärtige Übernehmer, Finanzinstitute und Grossanleger in erster Linie finanzielle Ziele.

Wenn auch die freie Marktwirtschaft gilt: In dieser Situation bleibt der Stadt keine andere Wahl, als mit dem guten Beispiel voranzugehen. Es kann nicht sein, dass die öffentliche Hand, geblendet von massiv höheren Renditen, bei Vertragsänderungen überbordende Forderungen stellt. Würde solches Gebaren zur Prämisse der laufenden Ertragsverbesserungs- und Spar-Übung Optima, so müsste der Einwohnerrat eingreifen, bevor Unheil angerichtet wird.

roman.huber@azmedien.ch

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