In der Schule Möhlin ist der Wurm drin. Und das, so wird nach und nach sichtbar, schon seit Jahren. Da sind die Schulhausleiter, die teils schneller wieder gehen (oder gegangen werden), als man sich ihre Namen merken kann. Allein in den letzten 3 Jahren gab es 12 Wechsel. Da ist die Schulpflege, die zerstritten ist und ein Mitglied entmachtet hat. Da sind Lehrpersonen, die anonym Briefe schreiben, um auf Missstände aufmerksam zu machen. 

Letzteres ist ein Alarmzeichen, denn es ist Ausdruck von Verzweiflung oder Hilflosigkeit. Oder beidem. Es spricht nicht für eine gesunde (Kommunikations-) Kultur im Unternehmen «Schule», wenn sich Mitarbeitende zum Schritt in die Anonymität gedrängt sehen. Die Schulpflege als Führungsorgan tut gut daran, die Signale ernst zu nehmen und zu hinterfragen – durchaus selbstkritisch.

Was aber ist das Problem? Wo liegt der Hund begraben? Alle Anzeichen deuten auf ein Kompetenzgerangel zwischen der Schulverwaltung und den einzelnen Schulhausleitungen hin. Letztere wollen mehr Gewicht, Erstere will es nicht abgeben. Zentral versus dezentral. Die Schulpflege ist gefordert. Sie muss – zusammen mit dem neuen Gesamtschulleiter – ein Modell finden, mit dem sie die Schule Möhlin weiterentwickeln kann. Streit und Disharmonie hemmen. Das schadet der Schule – und letztlich den Schülern. Bildlich gesagt: Der Apfel gehört aufgeschnitten, damit der Wurm entfernt werden kann. Erst dann kehrt Ruhe ein.