Demnächst wird die «New Straits Times» in Malaysia über den Aargau berichten. Die «Frankfurter Allgemeine Zeitung» macht den Aargau in Deutschland zum Thema, in Tschechien tut dies das Magazin «Koktejl». Ähnliches geschieht in den USA und sechs weiteren Ländern. Urheber der Berichte über den Kulturkanton sind die zwölf Journalistinnen und Journalisten aus aller Welt, die auf Einladung von Aargau Tourismus drei Tage lang den Kanton bereist haben.

Sie alle kannten den Aargau bisher nicht, die meisten waren auch zum ersten Mal überhaupt in der Schweiz. Also kannten sie auch die bekannten Klischees nicht, waren ziemlich vorurteilsfrei und damit offen gegenüber dem Gastkanton. Und siehe da: Der Aargau gefiel den fremden Medienleuten: die vielfältige Landschaft, die Geschichte der Habsburger, die hier begann, die einzigartigen Schlösser, die römische Vergangenheit. Die Amerikanerin wunderte sich, dass sie bei so viel touristischem Reichtum keine Touristen sah, bloss Wanderer und Schulklassen.

Natürlich wird sich das nicht ändern, wenn irgendwo auf der Welt über den Aargau berichtet wird. Es werden kaum Touristen aus Malaysia anreisen und den Legionärspfad stürmen oder Tschechen die Habsburg. Das sollen sie auch gar nicht. Der Aargau ist kein Ferienkanton. Er ist ein Ausflugskanton. Aber vielleicht erkennen wir, wenn wir den Kanton aus anderer Sicht wahrnehmen, ein bisschen besser, wie schön und privilegiert wir hier leben.

Auch so gesehen war die Einladung der Journalistengruppe eine gute Investition.