In Iowa ist eine republikanische Senatorin gewählt worden, die in einem Werbespot direkt auf den Zuschauer schoss und dazu kommentierte, sie werde im Fall der Wahl Obamas Gesundheitsreform erschiessen. In der Schweiz strebt derweil der Abstimmungskampf um die Ecopop-Initiative seinem Höhepunkt entgegen.

Diskutiert wird fast nur über die wirtschaftsabwürgende Zuwanderungsquote. Doch der Bund soll ja auch verpflichtet werden, in Entwicklungsländern in die Familienplanung zu investieren. Wir sollen dafür sorgen, dass in armen Ländern gefälligst weniger Kinder zur Welt kommen. Eine postkolonialistische Ungeheuerlichkeit.

Selbst der Bundesrat nennt diese Forderung «anmassend». Das Parlament hätte uns die unwürdige Schlacht ersparen können. Die beiden Teile des Begehrens widersprechen klar dem Erfordernis «Einheit der Materie». Doch man huldigt halt auch unter der Bundeskuppel dem Volk-über-alles-Gott: Egal, was Recht ist, nur nichts dem Volke vorenthalten. Sonst gibts Zoff.

Und auch der Aargau hatte sein Wochen-Reizthema: Der Grosse Rat kürzt Regierungsmitgliedern das Ruhegehalt (aktuell 150 000 Franken). Der Vorstoss von rechts erhielt Sukkurs von links: Wenn die uns schon ein Sparpaket verordnen, sollen sie selber auch bluten, dachte man wohl.

Kein alt Regierungsrat wird deswegen am Hungertuch nagen müssen. Aber wenn man bedenkt, was Manager in der Privatwirtschaft während und nach ihrem Job für Summen einstecken, kommt einem diese Übung schon ein bisschen, na ja, kleinlich vor.