Dorers nächster Halt

«RBL Eilkurs» zum Gigathlon

Von Aarau aus führt die Etappe am Samstag über Wildegg und Windisch zurück in die Kantonshauptstadt.

Von Aarau aus führt die Etappe am Samstag über Wildegg und Windisch zurück in die Kantonshauptstadt.

Für das Team des Regionalbus Lenzburg (RBL) nimmt Chefredaktor Christian Dorer am Gigathlon teil. Am Samstag 18, am Sonntag 21 Kilometer rennen. Das will geübt sein.

Er stecke noch nicht in der Midlife Crisis! Das antwortete mir ein Freund leicht empört, nachdem ich ihn gefragt hatte, ob er mich zum Training auf eine 18 Kilometer lange Jogging-Strecke begleite. Nun, ich selber habe zwar – so viel ich weiss – auch noch keine Lebens- und Sinnkrise. Trotzdem habe ich letzten Herbst in einer schwachen Minute zugesagt, als mich der technische Betriebsleiter Ruedi Willi fragte, ob ich im Gigathlon-Team des Regionalbus Lenzburg (RBL) mitmache. Denn dieses Jahr führt der Wettkampf quer durch den Aargau, und zwar am 11./12. Juli.

Der Gigathlon – das bedeutet fünf Sportarten: Rennvelo, biken, schwimmen, skaten und joggen. 406 Kilometer, 7100 Höhenmeter. Ein paar Verrückte machen das alles allein, wir sind ein 5er-Team und nennen uns «RBL Eilkurs»: Ruedi Willi fährt Rennvelo, Nathalie Kaspar schwimmt, Claudia Brunner bikt, Denise Nadler skatet und ich renne – am Samstag 18, am Sonntag 21 Kilometer. Das will geübt sein, schliesslich hab ich noch nie im Leben eine solche Distanz joggend zurückgelegt. Aber ich habe mir gesagt: Wer 10 Kilometer rennen kann, schafft zur Not auch das Doppelte ... Ohnehin ist Mitmachen alles, und so wollen wir nicht besonders eilig sein, sondern ans Ziel kommen.

Die Idee, warum der RBL ein Gigathlon-Team stellt: Die Mitarbeitenden sollen zu Bewegung und gesunder Ernährung animiert werden. Schliesslich ist Bus-Chauffeur kein besonders gesunder Beruf. Man sitzt den ganzen Tag und bewegt sich kaum. Man hat unregelmässige Arbeitszeiten und läuft Gefahr, ungesund zu essen – oft muss ein Sandwich zwischendurch reichen. Und wer geht schon mit knurrendem Magen zu Bett, wenn er um Mitternacht von der Arbeit heimkehrt? Eben.

So hat der «RBL Eilkurs» in den vergangenen Monaten für alle Chauffeure und Chauffeusen Trainings organisiert – je einmal schwimmen, Velo fahren, rennen und skaten. Der positive Nebeneffekt neben der Gesundheitsförderung: Sponsoren zahlten uns pro absolvierte Runde einen Franken an Teilnahmegebühr und an unser «Eilkurs»-Dress. An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön. Zudem hat uns ein Ernährungsberater einen Abend lang erzählt, was der Figur guttut und was nicht (wobei man das eigentlich weiss, man muss es bloss umsetzen). «Wir möchten unser Personal dazu bewegen, neben der Arbeit etwas für Gesundheit und Fitness zu tun», sagt Ruedi Willi.

Und so trainieren wir fünf jetzt fleissig auf die anstrengenden zwei Tage hin. Mit einem Ziel vor Augen macht das Freude. Wobei es mir persönlich noch mehr Freude bereitet, wenn ich am Steuer eines echten «RBL-Eilkurses» sitze, als wenn ich durch den Aargau renne ...

*Christian Dorer fährt in der Freizeit einmal pro Monat beim Regionalbus Lenzburg.

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