Apropos

Die Attacke auf Sandro Wieser

Sandro Wieser steigt gegen FCZ-Yapi brutal ein.

Sandro Wieser steigt gegen FCZ-Yapi brutal ein.

Zehn Tage sind seit dem rüden Foul von Aaraus Sandro Wieser an FCZ-Mittelfeldspieler Gilles Yapi vergangen. Und noch immer bewegt der Aussetzer des 21-jährigen Liechtensteiners die Gemüter.

Der Fall polarisiert. Die einen sprechen Wieser frei von jeglichem üblem Vorsatz und jeglicher böser Absicht, die andern verurteilen den Kung-Fu-Tritt des jungen Mannes gegen Yapi aufs Schärfste und fordern eine lange Sperre.

Schockiert hat mich die Aussage von Walter Seiler. Der frühere Mittelstürmer und Goalgetter nimmt kein Blatt vor den Mund. «Ich muss vorausschicken, dass ich weder Wieser noch Yapi kenne», sagt der 60-Jährige.

«Ich bin also völlig neutral. Ich lege mich in meinem Urteil eindeutig fest: Für mich war die Attacke von Wieser nicht nur klare, sondern sogar brutale Absicht. Ich würde diesen Spieler so lange sperren, wie Yapi nicht mehr Fussball spielen kann.»

Seiler wechselte auf die Saison 1983/84 vom FC Zürich zum FC Aarau. Seinen grössten Erfolg mit den Aarauern feierte er am 27. Mai 1985. Der Mann mit dem grossen Torriecher zählte zur Mannschaft, die Xamax im Cupfinal im altehrwürdigen Stadion Wankdorf mit 1:0 besiegte.

Trainer beim Verein vom Brügglifeld war damals Ottmar Hitzfeld. Seiler bestritt für den FC Aarau 59 Meisterschaftsspiele und schoss 29 Tore.

Heute arbeitet er als Immobilienmakler. Seiler war in den Achtzigerjahren ein treffsicherer Stürmer. Aber mit seiner Aussage zum Fall Wieser schiesst er übers Ziel hinaus. Sehen Sie das auch so?

Nur für Hartgesottene: Das Brutalo-Foul von Wieser im Video

Nur für Hartgesottene: Das Brutalo-Foul von Wieser im Video

Meistgesehen

Artboard 1