Zwar ist die Agglomeration Baden-Brugg um sieben Gemeinden geschrumpft. Doch das darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass in dieser Region immer mehr Menschen leben und sich dieser Trend auch in Zukunft fortsetzen dürfte. Prognosen gehen alleine für das Limmattal bis ins Jahr 2025 davon aus, dass sich rund 60 000 zusätzliche Menschen ansiedeln dürften. Dass die Agglomeration Baden-Brugg leicht geschrumpft ist, ist in erster Line den neuen Definitionen des Bundesamtes für Statistik geschuldet. Viel entscheidender ist: Die etwas kleiner gewordene Agglomeration Baden-Brugg ist immer noch das grösste Siedlungsgebiet im Kanton Aargau – in dieser Region leben rund 30 000 Menschen mehr als etwa im Grossraum Aarau.

Letzten Sommer kam das Thema einer grossen Regionalstadt bestehend aus Baden, Ennetbaden, Neuenhof und weiteren angrenzenden Gemeinden auf. Die neusten Zahlen und Definitionen des Bundesamtes für Statistik sind ein Beleg dafür, dass diese Ideen und Diskussionen nicht aus der Luft gegriffen sind. Denn faktisch – das zeigt der gelb eingefärbte Kartenausschnitt eindrücklich – leben wir heute schon in einer einzigen Stadt.

Ziel muss es nicht sein, in der Agglomeration-Rangliste des Bundesamtes für Statistik Ränge gutzumachen. Vielmehr können dessen neuste Erhebungen aber als erneuter Denkanstoss, gar als Motivation dienen, das Thema Gemeinde-Fusionen für die beiden Regionen Baden und Brugg wieder aufs Tapet zu bringen.