G20-Gipfel in Hamburg
Von Demonstranten eingekesselt: Melania Trump sitzt den ganzen Tag im Hotel fest

Die Ehefrau von US-Präsident Donald Trump ist von Demonstranten an der Teilnahme am Partnerprogramm des G20-Gipfels gehindert worden. "Wir haben von der Polizei keine Sicherheitsfreigabe zum Verlassen des Gästehauses", sagte eine Sprecherin von Melania Trump der Nachrichtenagentur.

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G20-Gipfel in Hamburg
12 Bilder
Ein Polizei-Fahrzeug macht Ordnung vor dem Beginn des G20-Gipfels.
Eine kaputte Fensterscheibe - schuld sind Demonstranten.
Symbolische Geste: Ein Demonstrant reitet auf einem Delphin während einer Demonstration.
Impressionen vom G20-Gipfel Angela Merkel, Donald Trump und Theresa May
Ein Handout-Foto der deutschen Regierung zeigt Donald Trump, Wladimir Putin und Jean-Claude Juncker.
Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel und Emmanuel Macron, der neue Präsident Frankreichs, bei der Begrüssung.
Christine Lagarde, Direktorin des Internationalen Währungsfonds IWF und Angela Merkel.
Donald Trump und Emanuel Macron. Im Vordergrund: Angela Merkel.
Trump und Putin am G20-Gipfel.
Angela Merkel bei einer Ansprache zu Beginn des G20-Gipfels.
Die Regierungschefs der G20-Mitgliedsstaaten beim Gruppenfoto zur Eröffnung.

G20-Gipfel in Hamburg

RONNY WITTEK

Die Ehefrau des US-Präsidenten Donald Trump, Melania, verpasste das gesamte Tagesprogramm, angefangen bei der Hafenrundfahrt, übers gemeinsame Mittagessen bis zu einer Präsentation von Klimawissenschaftern. Die Polizei hatte Melania Trump keine Sicherheitsfreigabe erteilt, wie ihre Sprecherin gegenüber der Nachrichtenagentur dpa sagte.

Melania Trump hatte sich laut der Sprecherin auf die Aktivitäten mit den anderen Partnern der Staats- und Regierungschefs gefreut. Die First Lady schrieb auf Twitter: "Meine Gedanken sind bei denen, die bei den Protesten in Hamburg verletzt wurden. Ich hoffe, dass alle sicher bleiben." Für Melania Trump gelten schärfere Sicherheitsregeln als für andere Lebens- und Ehepartnern von Politikern.

Klima-Vortrag im Hotel

Deshalb konnten unter anderen Brigitte Macron, die Ehefrau des französischen Präsidenten Emmanuel Macron, Juliana Awada, Ehefrau von Argentiniens Präsident Mauricio Macri, und Philip May, der Ehemann der britischen Premierministerin Theresa May, die Hafenrundfahrt machen. Sophie Grégoire Trudeau, die Ehefrau des kanadischen Premierminister Justin Trudeau, hatte ihren dreijährigen Sohn Hadrien mitgebracht.

Nach einem Mittagessen im "Fischerei-Hafenrestaurant" wollten die G20-Gäste am Nachmittag ursprünglich das Klimarechenzentrum besuchen. Das Forschungsinstitut stellt Wissenschaftern Daten über den Klimawandel zur Verfügung.

Dieser Termin wurde dann aus Sicherheitsgründen angepasst. Die Experten des Klimarechentrums stellten deshalb ihre Arbeit im Hotel "Atlantic" vor. Auch diesem Anlass musste Melania Trump fernbleiben.

Am Abend stand dann noch ein gemeinsames Konzert und Abendessen mit ihren Ehepartnern und -partnerinnen in der Elbphilharmonie auf dem Programm. Nach dpa-Informationen hatte die Gipfel-Organisation von vornherein mehrere Optionen für das Partnerprogramm. Der Umzug ins Hotel "Atlantic" entspricht demzufolge einem Ausweichplan. Der Ehemann der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel, Professor Joachim Sauer, hatte das Partnerprogramm zusammengestellt.

Ausschreitungen an der "Welcome to hell"-Demonstration vom Donnerstagabend:

Vor dem G20-Gipfel: Wütende Proteste im Hamburger "Schanzenviertel" am Donnerstagabend.
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Krawalle in Hamburg zum G20-Gipfel.
Krawalle in Hamburg zum G20-Gipfel.
Die Polizei setzt Wasserwerfer ein.
"Welcome to hell"-Demonstration Hamburg G20
Krawalle vor Beginn des G20-Gipfels in Hamburg: Demonstranten verbrennen Abfall und liefern sich in den Strassen der Stadt Verfolgungsjagden mit der Polizei.
Das Bild eines brennenden Autos twitterte die Hamburger Polizei.
Die Polizei setzt Wasserwerfer gegen die Demonstranten ein.
Rund um die "Welcome to hell"-Demo ist es zu Ausschreitungen gekommen.
Auch Pfefferspray kam zum Einsatz.
Die Demonstranten protestieren gegen das Zusammenkommen der wichtigsten Industrie- und Schwellenländer in Hamburg.
Die Bilder von der Demonstration.

Vor dem G20-Gipfel: Wütende Proteste im Hamburger "Schanzenviertel" am Donnerstagabend.

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