Syrien
USA wollen Assads 500 Tonnen tödlichstes Nervengift auf See vernichten

Ein Teil der syrischen Chemiewaffen-Bestände wird nach Angaben der zuständigen Experten von den USA auf dem Meer zerstört werden. Die C-Waffen werden auf einem US-Schiff mit dem sogenannten Hydrolyse-Verfahren unschädlich gemacht.

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UNO-Chemiewaffen-Inspektor währende einer Kontrolle in Syrien

UNO-Chemiewaffen-Inspektor währende einer Kontrolle in Syrien

Keystone

Der Zeitplan der Kontrollbehörde war ins Stocken geraten, nachdem Albanien die Zerstörung der Kampfstoffe im eigenen Land abgelehnt hatte.

Die USA wollten rund 500 Tonnen der tödlichsten Kampfstoffe, darunter Sarin und Nervengas, auf See vernichten, erklärte der Generaldirektor der OPCW, Ahmet Üzümcü. "Zurzeit wird ein geeignetes Marineschiff technisch umgerüstet, um die Operation zu unterstützen und die Kontrollen der OPCW zu ermöglichen", sagte er.

Die Chemikalien sollen durch Hydrolyse neutralisiert werden. Dabei werden chemische Verbindungen durch den Kontakt mit Wasser gespalten. Bis zum 31. Dezember 2013 sollen rund 1300 Tonnen Chemikalien aus Syrien abtransportiert und bis Mitte 2014 vernichtet sein.

Die syrische Herrscherfamilie Assad
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Bashar Assad mit Frau Asma
Asma Assad
Asma Assad
Rifat Assad: Der Bruder von Hafez Assad
Bashar Assad mit seiner Frau Asma und Vladimir und Ludmilla Putin
Hafez Assad zu Besuch in der UdSSR
Asma Assad
Die Assad Familie
Hafez Assad 1966

Die syrische Herrscherfamilie Assad

Keystone

1300 Tonnen Chemikalien

Die übrigen rund 800 Tonnen Chemikalien, darunter auch Stoffe für die industrielle Produktion, sollen in kommerziellen Unternehmen weltweit vernichtet werden. Bisher hätten sich dafür 35 Firmen gemeldet, teilte die OPCW mit. Generaldirektor Üzümcü rief die 190 Mitgliedsstaaten auf, sich finaniziell an der Operation zu beteiligen.

Die Organisation, die in diesem Jahr den Friedensnobelpreis erhält, war vom UNO-Sicherheitsrat mit der Kontrolle der Vernichtung beauftragt worden.

Nach OPCW-Angaben wurden von den 23 erklärten Chemiewaffenstandorten in dem Bürgerkriegsland alle bis auf einen fristgerecht überprüft. Das gesamte C-Waffen-Arsenal ist nach Angaben der OPCW inzwischen unter Verschluss. Zudem wurden alle Produktionsstätten unbrauchbar gemacht.