Italien
Silvo Berlusconi: «Ich bin der Jesus Christus der Politik»

Italiens Premier Silvio Berslusconi ist am Ende. Während der Jahren seiner Herrschaft kaum einen Fettnapf ausgelassen und so ziemlich alle beleidigt. Sich selbst verglich er am liebsten mit Napoleon. Eine Auswahl seiner Sprüche.

Drucken
Teilen
Ruby erwartet von Berlusconi 4,5 Millionen Euro Schweigegeld. Dukas
21 Bilder
Silvio Berlusconi - Der Sexprotz unter den Politikern
Nachtclub-Tänzerin Ruby. key
Silvio Berlusconi - Der Sexprotz unter den Politikern Er weiss, wie Feste gefeiert werden
Silvio Berlusconi - Der Sexprotz unter den Politikern Dieser Politiker übersteht alle Skandale
Silvio Berlusconi - Der Sexprotz unter den Politikern Die ehemalige Schönheitskönigin Michela Vittoria Brambilla wurde Ministerin für Tourismus
Silvio Berlusconi - Der Sexprotz unter den Politikern Mit Ministerin Mara Carfagna
Silvio Berlusconi - Der Sexprotz unter den Politikern Mara Carfagna: Vom Nacktmodell zur Ministerin
Silvio Berlusconi - Der Sexprotz unter den Politikern Ihm vergeht das Lachen kaum
Silvio Berlusconi - Der Sexprotz unter den Politikern Er hat ein Faible für schöne Frauen in der Politik
Silvio Berlusconi - Der Sexprotz unter den Politikern Schon früh ein Auge für die Schönheit. Berlusconi 1986
Silvio Berlusconi - Der Sexprotz unter den Politikern Die minderjährige Noemi Letizia nannte Berlusconi «Papi»
Silvio Berlusconi - Der Sexprotz unter den Politikern Noemi Letizia: Berlusconi dementierte eine Affäre mit ihr
Silvio Berlusconi - Der Sexprotz unter den Politikern Barbara Montereale: Auch das 23-jährige Model soll zu Gast in seiner Villa gewesen sein
Silvio Berlusconi - Der Sexprotz unter den Politikern Das Escortgirl Patrizia d'Addario hat aus dem Nähkästchen geplaudert
Silvio Berlusconi - Der Sexprotz unter den Politikern Richtig eng wurde es für ihn nie
Silvio Berlusconi - Der Sexprotz unter den Politikern Die 27-jährige Fernsehansagerin durfte als einizige auf der Liste für die Europawahl bleiben - und wurde gewählt
Silvio Berlusconi - Der Sexprotz unter den Politikern Big-Brother-Kandidatin Angela Sozio sollte für Berlusconi zur Europawahl antreten
Silvio Berlusconi - Der Sexprotz unter den Politikern Eleonora Gaggioli: Die Schauspielerin wurde wieder von der Liste für die Europawahl gestrichen.
Silvio Berlusconi - Der Sexprotz unter den Politikern Seine zweite Frau Veronica Lario verliess ihn, als er drei Showgirls auf Wahllisten setzte
Silvio Berlusconi - Der Sexprotz unter den Politikern Dieser Mann hat alles im Griff

Ruby erwartet von Berlusconi 4,5 Millionen Euro Schweigegeld. Dukas

Über sich und seine Politik

«Ich bin grösser als Putin und Sarkozy. Ich bin 1,71 Meter gross. Warum zeichnen mich dann alle Karikaturisten als Zwerg?»

«Ich bin absolut sicher dass ich der demokratischste Mann bin, der jemals Premierminister von Italien geworden ist.

«Ich bin so transparent, so sauber in meinen Angelegenheiten (...) Die können sagen, dass ich rumbumse, das ist auch das Einzige, was sie von mir sagen können.»

«In der Freizeit gebe ich den Regierungschef»

«Ich gefalle mir, ich gefalle mir.»

«Ich habe ein Segelboot, aber in den vergangenen zwei Jahren war ich nur einen Tag darauf. Und in meinem Haus auf den Bermudas war ich seit zwei oder drei Jahren nicht mehr. Mein Leben hat sich verändert. Ein harter Job.»

«Nur Napoleon hat mehr getan als ich. Aber ich bin viel grösser als er.»

«Ich bin der Jesus Christus der Politik. Ich bin ein geduldiges Opfer und habe mich selbst für alle geopfert.»

«Ich will Sie nicht enttäuschen und verspreche Ihnen daher, ab sofort, also zweieinhalb Monate lang bis zum Wahltermin, meine sexuelle Enthaltsamkeit.»

«Mein Latein ist gut genug, dass ich ein Mittagessen mit Julius Cäsar bestreiten könnte.»

Über andere Politiker

Über den damaligen US-Präsidentschafts-Kandidaten Barack Obama sagt Silvio: «Er ist jung, hübsch und gut gebräunt.»

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat er als «culona inchiavabile» bezeichnet, also als eine mit Hintern, der so gross ist, dass man ihn nicht packen kann.

«Mussolini hat nie jemanden getötet. Er schickte Menschen in Lager in den Urlaub.»

Zum deutschen Vorsitzenden der sozialdemokratischen Fraktion im Europa-Parlament, Martin Schulz: «Herr Schulz, ich weiss, dass ein Mann in Italien einen Film über Konzentrationslager der Nazis produziert. Ich würde sie gern für die Rolle eines Aufsehers vorschlagen. Sie wären perfekt.»

«Meine Idee wäre, allen Italienern, die unter der Regierung Prodi gelitten haben, einen Monat ohne Steuern zu geben - einen Monat der Freiheit. Wir könnten das wahrscheinlich nicht durchsetzen, denn es würde wohl zu viel kosten. Aber so viel sehen Sie, uns fehlt es nicht an Ideen, die Probleme zu lösen.»

«Die Kandidaten meiner Partei sind kultivierte und kompetente Personen. Sie sind keine schlechtgekleideten und übelriechenden Menschen wie die Vertreter anderer Parteien, die im Parlament sitzen.»

Über Bunga-Bunga, Frauen und Potenz:

«Es waren elf, aber ich habe es nur mit acht von ihnen geschafft, dann konnte ich nicht mehr.»

«Die Linke hat keinen Geschmack, selbst bei Frauen nicht. Unsere Frauen (die konservativen Kandidatinnen) sind schöner. Ich sage das, weil es im Parlament keine Konkurrenz gibt.»

Zu einer jungen Frau: «Als Vater würde ich Ihnen den Rat geben, sich einen jungen Mann vom Schlage des Sohnes Berlusconi zu suchen. Der hat kein Problem mit Geld. Mit Ihrem Lächeln haben Sie gute Chancen.»

Über die Justiz

«Um diese Arbeit auszuüben muss man geistig gestört sein, muss man an psychischen Störungen leiden. Wenn sie jene Arbeit ausüben, dann weil sie sich antropologisch vom Rest des Menschengeschlechts unterscheiden.»

«Öffentliche Ankläger sollten regelmäßig auf ihre geistige Zurechnungsfähigkeit untersucht werden dürfen.»

«Diese Richter sind doppelt verrückt! Zuallererst, weil sie politisch verrückt sind, und zweitens, weil sie verrückt sind.»

Andere Ausfälligkeiten

Zu den Erdbeben-Opfer im süditalienischen Aquila im Jahre 2009. «Natürlich» sei ihre Unterbringung «absolut provisorisch, aber man muss es eben nehmen wie ein Campingwochenende.»

«Es tut mir leid, dass ich gesagt habe, Kommunisten würden Babys fressen. Wenn Sie wollen, organisiere ich eine Konferenz, auf der ich beweisen werde, dass Kommunisten Babys fressen.»

«Ein Aids-Patient fragte seinen Arzt, ob denn die Sandtherapie von irgendeinem Nutzen und Wohl für ihn sei. Nein, sagte der Arzt, aber der Patient würde sich so besser an ein Leben unter der Erde gewöhnen.»

Über seine Zukunft

«In einigen Monaten gehe ich weg, verlasse ich dieses Scheissland, das mich anekelt, Punkt und Schluss.»

Aktuelle Nachrichten