Anschlagsserie
Schwarzer Freitag: Islamist köpft Mann in Frankreich – 38 Tote in Tunesien

Fast zeitgleich kam es in Frankreich und Tunesien zu Terror-Attacken. Beim Angriff auf ein Ferienort in Souss, Tunesien, wurden mindestens 38 Menschen getötet. Bei einer Attacke auf eine Gasfabrik bei Lyon wurde ein Mann getötet und zwei verletzt.

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Auch im Hotel selber schoss der Attentäter um sich.
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Die Hotelgäste verliessen ihre Liegestühle fluchtartig.
Verunsicherte Urlauber in Sousse.
Mindestens 37 Menschen wurden beim Anschlag in Tunesien getötet.
Tunesische Sicherheitskräfte nehmen einen Mann fest - um wen es sich handelt, ist nicht verifizierbar.
Ein Verletzter Urlauber wird von Sanitätern versorgt.
Horror: Die Terroristen überraschten die Urlauber beim Sonnenbaden am Strand.
Die Armee ist präsent im Touristenort Sousse.
Grotesk: Am Zaun vor der Gasfabrik wurde der Kopf des Opfers befestigt.
Der Attentäter in Frankreich soll Fahnen, mit islamistischen Schriftzügen mit sich getragen haben.
Die Gasfabrik befindet sich in der Gemeinde Saint-Quentin-Fallavier im Bezirk Isère
Ein Opfer wurde geköpft.
In der Gasfabrik kam es zu einer Explosion – die Feuerwehr rückte aus.
Die französische Polizei am Tatort.
Hier bei dieser Fabrik in der Nähe von Grenoble ist es am Freitagmorgen zu einem Anschlag gekommen.
Terror-Anschläge in Frankreich und Tunesien

Auch im Hotel selber schoss der Attentäter um sich.

Keystone

Innerhalb weniger Stunden sterben bei drei Anschlägen in drei Ländern mindestens 63 Menschen. In Tunesien sind Deutsche, Briten und Belgier unter den Opfern. Überall gibt es Hinweise auf einen islamistischen Hintergrund.

Allein im Badeort Sousse an der tunesischen Mittelmeerküste, wo bewaffnete Männer ein Ferienhotel überfielen, gab es mindestens 38 Tote. Darunter sind nach Angaben der örtlichen Behörden Deutsche, Briten und Belgier. Der Angriff auf das Hotel "Imperial Marhaba" in Sousse - 120 Kilometer entfernt von der Hauptstadt Tunis - geht nach Angaben des tunesischen Innenministeriums auf das Konto von Terroristen.

Bei einem Selbstmordanschlag auf die schiitische Imam-Sadik-Moschee im Osten der Hauptstadt Kuwait-Stadt kamen während des Freitagsgebets mindestens 25 Gläubige ums Leben. Weitere 202 Menschen wurden verletzt. Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) bekannte sich in sozialen Medien zu dem Anschlag.

Chef von französischer Firma enthauptet

In Frankreich wurde nach einem Überfall auf eine Industriegasefabrik bei Lyon die Leiche eines enthaupteten Mannes entdeckt, des Chefs des Unternehmens. Sein Kopf, an dem arabische Schriftzeichen waren, steckte auf einem Zaun, neben ihm hingen zwei schwarze Islamistenflaggen.

Ein 35-Jähriger mit Kontakten zur radikal-islamistischen Szene wurde festgenommen. Zuvor hatte dieser mit seinem Fahrzeug auf dem Gelände abgestellte Gasflaschen gerammt und so eine Explosion ausgelöst.

Ob die Anschläge in Zusammenhang stehen, war unklar. Überall gab es aber Hinweise auf einen islamistischen Hintergrund.

Am Dienstag nächster Woche jährt sich zum ersten Mal, dass der IS das Kalifat ausgerufen hat. Die Gruppe forderte dazu auf, während des laufenden Fastenmonats Ramadan Attentate auf "Feinde" des Islams zu verüben.

Bundespräsidentin Sommaruga verurteilt Anschläge

Die Schweizer Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga verurteilte die Anschläge in Frankreich, Tunesien und Kuwait aufs Schärfste. "Im Namen der Schweizer Bevölkerung und der Landesregierung spreche ich den Familien der Opfer und den betroffenen Staaten mein Beileid aus", heisst es in der Erklärung, welche das Eidgenössische Justiz- und Polizeidepartement publik machte.

"Wir müssen gegen Intoleranz, Extremismus und Terrorismus ankämpfen, und wir dürfen uns von solchen Taten nicht einschüchtern lassen", betonte Sommaruga.