Runder Geburtstag
Barack Obama wird 60 – und sorgt mit seinen Party-Plänen für eine mächtige Kontroverse

Der Ex-Präsident wollte in seinem Luxus-Anwesen mit 475 Gästen feiern. Ein prominenter Freund aber hat ihm abgesagt – und das Virus lässt jetzt die Party platzen.

Samuel Schumacher
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Ready to party: Ex-Präsident Barack Obama.

Ready to party: Ex-Präsident Barack Obama.

Getty

Barack Obama wird 60. Und wer glaubte, der Ex-Präsident würde den runden Geburtstag ruhig angehen wollen, hat sich mächtig geirrt. Nicht weniger als 475 geladene Gäste hat Obama fürs Wochenende auf seinem riesigen Anwesen auf der Insel Martha’s Vineyard vor der amerikanischen Ost-Küste eingeladen, vermeldete die Plattform «The Hill».

Unter den illustren Gästen hätten die Hollywood-Stars George Clooney und Steven Spielberg sowie die Talkshow-Königin Oprah Winfrey sein sollen.

Dieses Anwesen auf der Insel Martha's Vineyard haben sich die Obamas im Dezember 2019 gekauft. Hier hätte die grosse Geburtstagsparty steigen sollen.

Dieses Anwesen auf der Insel Martha's Vineyard haben sich die Obamas im Dezember 2019 gekauft. Hier hätte die grosse Geburtstagsparty steigen sollen.

Landvest

Dass Obama seinen Sechzigsten am Wochenende mit so grossem Brimborium begehen wollte, sorgte in Washington für hitzige Gemüter. Die Republikanische Abgeordnete Elise Stefanik kommentierte Obamas Partypläne so:

«Typisch Sozialisten: Predigen das Eine, tun das Andere.»

Mit seiner Mega-Party hätte der einst mächtigste Mann der Welt zwar offiziell keine Regeln gebrocehn. Gerade vorbildlich wäre der Grossanlass in Zeiten stark steigender Corona-Neuinfektionen in den USA aber nicht gewesen. Obama selber hat erst vor wenigen Tagen seine 129 Millionen Follower auf Twitter erneut dazu aufgerufen, sich angesichts der hochansteckenden Delta-Variante unbedingt impfen zu lassen.

Am Mittwoch nun liess der Ex-Präsident schweren Herzens mitteilen, dass das Fest wegen der steigenden Ansteckungszahlen abgesagt werde und er nur mit Familie und engen Freunden im kleinen Kreis feiern wolle. «Herr Obama freut sich über die Geburtstagswünsche aus der Ferne und hofft, bald wieder mit Freunden zusammentreffen zu können», richtete seine Sprecherin aus.

Was sich «Mr. President» zum Geburtstag wünscht

Zu seinem runden Geburtstag wünscht sich der Ex-Präsident einen Zustupf an Organisationen, die benachteiligten Jugendlichen in den USA und anderswo unter die Arme greifen.

Auch seine eigene «Obama Foundation» hat anlässlich des Geburtstags ihres Chefs eine «Gebt 60 zum 60ten»-Aktion lanciert. Das Geld soll u.a. dem in Chicago geplanten, 500 Millionen teuren Obama Zentrum zugute kommen. Das Projekt mit Museum und Konferenzräumen hätte 2021 eröffnet werden sollen, ist aber wegen diverser Gerichtsverfahren weiter blockiert.

Joe Biden, übrigens, liess sich schon vorzeitig für die nun abgesagte Party entschuldigen. Der 78-Jährige müsse passen, werde seinen einstigen Chef aber bald mal im ü60er-Club begrüssen, hiess es aus dem Weissen Haus.

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