USA
Obama: Michelle war gegen Präsidentschaftskandidatur

Michelle Obama war gegen die Kandidatur ihre Ehemannes bei der US-Präsidentenwahl 2008. Erst mit der Zeit habe sie "widerwillig" entschieden, sich dem nicht in den Weg zu stellen, sagte Barack Obama in der am Sonntagabend (Ortszeit) ausgestrahlten TV-Sendung "60 Minutes". "Und die Tatsache, dass ich gewonnen habe, hat nicht unbedingt ihren Frust gemildert - denn der Preis, den Familien dafür bezahlen, ist real." Dass Michelle sich darauf eingelassen und ihm verziehen habe, sei ein Akt der Gnade gewesen - "und ich bin mir nicht sicher, dass ich ihn verdient habe".

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ARCHIV - Michelle Obama, ehemalige First Lady der USA, spricht an ihrer ehemaligen Schule, der Whitney M. Young Magnet High School, mit Schülern über ihr neues Buch «Becoming». Foto: Teresa Crawford/AP/dpa

ARCHIV - Michelle Obama, ehemalige First Lady der USA, spricht an ihrer ehemaligen Schule, der Whitney M. Young Magnet High School, mit Schülern über ihr neues Buch «Becoming». Foto: Teresa Crawford/AP/dpa

Keystone/AP/Teresa Crawford

In dem am Dienstag erscheinenden ersten Band seiner zweiteiligen Memoiren, "A Promised Land", zitierte Obama die Reaktion seiner Frau auf seine Pläne: "Ich will nicht, dass Du für das Präsidentenamt kandidierst. Gott, Barack, wann wird es genug sein?" Er war erst wenige Jahre zuvor in den US-Senat gewählt worden. Die Obamas verbrachten nach der Wahl 2008 zwei Amtszeiten im Weissen Haus.