Griechenland-Krise
Neue Milliarden: EZB gewährt griechischen Banken weitere Notkredite

Die Europäische Zentralbank gewährt Griechenlands Banken weitere Notkredite. Der Rahmen für die sogenannten ELA-Hilfen von zuletzt rund 90 Milliarden Euro sei angehoben worden, sagte EZB-Präsident Mario Draghi nach Beratungen des EZB-Rates heute.

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EZB-Chef Mario Draghi hält an der ultra-lockeren Geldpolitik fest.

EZB-Chef Mario Draghi hält an der ultra-lockeren Geldpolitik fest.

KEYSTONE/AP/FRANCOIS WALSCHAERTS

EZB-Chef Mario Draghi macht sich für eine Schuldenerleichterung zugunsten Griechenlands stark. "Es ist unbestritten, dass eine Schulderleichterung notwendig ist", sagte der Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB) am Donnerstag in Frankfurt.

"Niemand hat das jemals infrage gestellt", sagte er. Die Frage sei, welche Art die beste sei. Dies sollte in den kommenden Wochen in den Mittelpunkt der Diskussion rücken.

Für Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble ist ein Schuldenschnitt nicht mit der Mitgliedschaft Griechenlands im Euro vereinbar. Die Euro-Länder hatten einen Schuldenerlass ausgeschlossen, wollen aber über eine weitere Verlängerung der Kreditlaufzeiten sprechen.

Dem Internationalen Währungsfonds (IWF) zufolge müssten alle bisherigen und künftigen Hilfskredite auf mindestens 30 Jahre gestreckt werden, um die Schuldenlast tragbar zu machen.