Nahostkonflikt
Seit Israels Gründung 1948 eskaliert die Gewalt immer wieder – das sind die wichtigsten Wegmarken

Israelis und Palästinenser haben eine Historie der Gewalt. Am Anfang stand der Unabhängigkeitskrieg vor über 70 Jahren.

Samuel Schumacher
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Ein Demonstrant mit der Flagge der Palästinenser: Der Konflikt mit Israel geht Jahrzehnte zurück.

Ein Demonstrant mit der Flagge der Palästinenser: Der Konflikt mit Israel geht Jahrzehnte zurück.

Mahmoud Illean / AP

Die wichtigsten Stationen des Nahostkonflikts

  • 14. Mai 1948: Start des Unabhängigkeitskrieges David Ben-Gurion ruft den Staat Israel aus. Ägypten, Syrien, Jordanien und der Irak erklären dem Land den Krieg. Israel erobert weitere Gebiete.
  • 5. bis 10. Juni 1967: Sechstagekrieg Israel geht präventiv gegen einen Angriff seiner Nachbarstaaten vor. In nur sechs Tagen erobert die Armee den Gazastreifen und die Sinai-Halbinsel, das Westjordanland, die Golanhöhen und Ost-Jerusalem. Nur die Sinai-Halbinsel wird später an Ägypten zurückgegeben.
  • 6. bis 24. Oktober 1973: Jom-Kippur-Krieg Ägypten und Syrien greifen Israel am jüdischen Feiertag an, um ihre Gebiete zurückzuerobern. Israel geht als Sieger hervor.
  • 8. Dezember 1987: Erste Intifada In der ersten Intifada (arabisch für «sich erheben») wehren sich die Palästinenser im Westjordanland, in Gaza und in Ost-Jerusalem mit Gewalt gegen die israelische Besatzung.
  • 28. September 2000: Zweite Intifada Ein Besuch des israelischen Oppositionsführers Ariel Scharon auf dem Tempelberg provoziert die Palästinenser. Es folgen blutige Unruhen. 2003 beginnt Israel mit dem Bau einer Mauer an der Grenze zu Palästina. 2005 zieht sich Israels Armee aus Gaza zurück.
  • Sommer 2014: Gazakrieg Nach Luftangriffen 2008 und 2012 schickt Israel im am 17. Juli 2014 erstmals wieder Bodentruppen in den Gazastreifen. Hunderte Menschen kommen ums Leben.
  • Mai 2021: Neue Eskalation Die radikalislamische Hamas, die in Gaza regiert, greift Israel mit hunderten Raketen an. Israel reagiert mit Luftangriffen und dem Einsatz von Artillerietruppen. Mindestens 120 Menschen haben im noch immer andauernden Konflikt ihr Leben verloren.

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