Deutschland
Nach Erfolg bei Landtagswahl: Die AfD sieht sich schon als deutsche Regierungspartei

Die Alternative für Deutschland (AfD) sieht sich nach ihrem guten Ergebnis bei der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern schon als Regierungspartei von morgen.

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Die rechtspopulistische AfD war nach ihrem Parteitag im Sommer 2015 in der Wählergunst zunächst unter 5 Prozent gerutscht. Am Sonntag holte sie im nordostdeutschen Bundesland Mecklenburg-Vorpommern 20,8 Prozent der Stimmen und wurde damit zweitstärkste Kraft vor den Christdemokraten.

Die rechtspopulistische AfD war nach ihrem Parteitag im Sommer 2015 in der Wählergunst zunächst unter 5 Prozent gerutscht. Am Sonntag holte sie im nordostdeutschen Bundesland Mecklenburg-Vorpommern 20,8 Prozent der Stimmen und wurde damit zweitstärkste Kraft vor den Christdemokraten.

Keystone

"Idealerweise wird das schon bei der Bundestagswahl sein", sagte der Parteivorsitzende Jörg Meuthen am Montag in Berlin. "Sie sehen ja, was sich in einem Jahr tun kann", fügte er mit Blick auf das Umfragetief seiner Partei vor einem Jahr hinzu. Ende September 2017 wird das nationale Parlament neu gewählt.

Die rechtspopulistische AfD war nach ihrem Parteitag im Sommer 2015 in der Wählergunst zunächst unter 5 Prozent gerutscht. Am Sonntag holte sie im nordostdeutschen Bundesland Mecklenburg-Vorpommern 20,8 Prozent der Stimmen und wurde damit zweitstärkste Kraft vor den Christdemokraten.

Die AfD werde im Schweriner Landtag keine "Fundamentalopposition" sein. "Wir wollen konstruktiv arbeiten", sagte der Spitzenkandidat der Partei in M-V, Leif Erik Holm.

Frauke Petry, die sich den Parteivorsitz mit Meuthen teilt, warf der CDU vor, sie sei unfähig zur Selbstkritik. Dass führende Politiker der CDU nun sagten, ihre Partei habe inhaltlich keine Fehler gemacht, sondern ihre Politik womöglich nur falsch erklärt, sei ein Beweis für die "fortgesetzte Arroganz der Macht".

Landtagswahlen in Mecklenburg-Vorpommern Bei der AfD wird angestossen: Alexander Gauland und Spitzenkandidat Leif-Erik Holm sowie Beatrix von Storch bei der Wahlparty in Schwerin
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Landtagswahlen in Mecklenburg-Vorpommern
SPD-Ministerpräsident Erwin Sellering (rechts) und Lorenz Caffier (CDU) schütteln Hände. Sie werden dank dem Wahlergebnis ihre Regierungskoalition weiterführen.
Bei der AfD wird angestossen: Alexander Gauland und Spitzenkandidat Leif-Erik Holm bei der Parteiparty in Schwerin
Lorenz Caffier, Spitzenkandidat der CDU, gibt seinen Stimmzettel ab.
Eine Person gibt in der Landeshauptstadt Schwerin ihre Stimme ab.
Premierminister Erwin Sellering (SPD) gibt seine ist bei der Stimmabgabe guter Dinge.
Leif-Erik Holm, Spitzenkandidat der fremdenfeindlichen Alternative für Deutschland (AfD).
Helmut Holter, der Kandidat der Linken, spricht zu seinen Parteianhängern, die sich mehr erhofft hatten.
Am Tag vor der Wahl: Kanzlerin Angela Merkel mit CDU-Spitzenkandidat Lorenz Caffier bei einer Wahlkampfveranstaltung in Bad Doberan.

Landtagswahlen in Mecklenburg-Vorpommern Bei der AfD wird angestossen: Alexander Gauland und Spitzenkandidat Leif-Erik Holm sowie Beatrix von Storch bei der Wahlparty in Schwerin

Keystone/EPA/Daniel Bockwoldt

Mit welchem Spitzenkandidaten die AfD den Bundestagswahlkampf bestreiten will, ist noch offen. Meuthen und Petry wollten sich dazu am Montag nicht äussern.

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