Moorbrand in Norddeutschland - Katastrophenfall ausgerufen

Wegen eines Moorbrandes auf einem Testgelände der deutschen Streitkräfte in Norddeutschland haben die Behörden am Freitag den Katastrophenfall ausgerufen.

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Rauchwolken steigen von einem Testgelände der Bundeswehr auf, wo seit Tagen fünf Hektar Moorland brennen. (Bild: Stephan Konjer/Keystone (Meppen, 19. September 2018))

Rauchwolken steigen von einem Testgelände der Bundeswehr auf, wo seit Tagen fünf Hektar Moorland brennen. (Bild: Stephan Konjer/Keystone (Meppen, 19. September 2018))

(sda dpa) Eine Evakuierung der niedersächsischen Gemeinden Gross Stavern und Klein Stavern mit rund 1000 Einwohnern könne nicht mehr ausgeschlossen werden, teilte Landrat Reinhard Winter mit.

Ein aufkommender Sturm fache den Brand weiter an, damit könnten sich Rauchbelästigung und Funkenflug verschärfen, hiess es. Der Landkreis liegt nahe der niederländischen Grenze.

Der grossflächige Moorbrand war vor mehr als zwei Wochen infolge von Raketentests der Bundeswehr ausgebrochen. Rauch zog zeitweise zu Orten, die mehr als 100 Kilometer von dem Brand entfernt liegen.

Von einer Katastrophe sprechen Behörden, wenn die Bedrohung von vielen Menschen, umfangreichen Sachwerten oder natürlichen Lebensgrundlagen so gravierend ist, dass die betroffene Gemeinden überfordert ist. Das bedeutet, dass die Lage nur beherrscht werden kann, indem überregional Einsatzkräfte alarmiert werden und ein Krisenstab eingerichtet wird. Ist das der Fall, wird der Katastrophenfall ausgerufen.