Zeitumstellung
Keine Lust auf Winterzeit: Türkei wechselt de facto die Zeitzone

Die Türkei bleibt künftig dauerhaft bei der Sommerzeit und wechselt damit de facto die Zeitzone. Ziel sei eine bessere Nutzung des Tageslichts auch im Winter, heisst es in einem am Donnerstag im Amtsblatt veröffentlichten Gesetz.

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Die Türkei möchte das Sonnenlicht künftig im Winter besser nutzen und belässt deshalb das ganze Jahr die Sommerzeit: Sonnenuntergang in Istanbul. (Symbolbild)

Die Türkei möchte das Sonnenlicht künftig im Winter besser nutzen und belässt deshalb das ganze Jahr die Sommerzeit: Sonnenuntergang in Istanbul. (Symbolbild)

KEYSTONE/AP/PETROS KARADJIAS

Die neue Regelung gillt ab sofort: Die Uhren werden am 30. Oktober also nicht wie ursprünglich vorgesehen eine Stunde auf die Winterzeit zurückgestellt.

Wenn in Mitteleuropa Sommerzeit herrscht, ist es in der Türkei damit weiterhin eine Stunde später als in der Schweiz. Im Winter wächst der Zeitunterschied dann auf zwei Stunden.

Keine Verwirrung mehr

Die Winterzeit ist die Normalzeit. Durch die dauerhafte Umstellung auf Sommerzeit wechselt die Türkei de facto die Zeitzone. Sie ist der Koordinierten Weltzeit (UTC) dann immer drei Stunden voraus - statt bislang zwei in der Normalzeit.

Ministerpräsident Binali Yildirim sagte am Donnerstag zur bisher jährlich erfolgten Zeitumstellung Ende Oktober: «Ab diesem Jahr wird es keine Sommer- und Winterzeit mehr geben. Das haben wir aufgehoben. Es wird keine Verwirrung mehr geben. Sowohl im Sommer als auch im Winter wird die Zeit gleich sein.»