Unterlinden-Museum
Hohe Weihen für Bau von Herzog & de Meuron in Colmar

Der französische Präsident François Hollande und der Schweizer Bundespräsident Johann Schneider-Ammann nehmen Morgen, Samstag, in Colmar an der Einweihung des erweiterten und erneuerten Unterlinden-Museums teil. Dort befindet sich der berühmte Isenheimer Altar von Matthias Grünewald – eines der bedeutendsten Kulturgüter am Oberrhein, wenn nicht Europas.

Peter Schenk
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Bundespräsident Johann Schneider-Ammann

Bundespräsident Johann Schneider-Ammann

/KEYSTONE/ENNIO LEANZA

Beim Staatsakt zur offiziellen Einweihung des Unterlinden-Museums in Colmar trifft der französische Präsident François Hollande am heutigen Samstag zu einem zwanzigminütigen Gespräch mit dem Schweizer Bundespräsidenten Johann Schneider-Ammann zusammen. Laut Pressesprecher Erik Reumann wurde der Bundespräsident vom Bürgermeister von Colmar eingeladen und hat die Einladung angenommen, als Hollande einem Gespräch zugesagt habe.

Der Umbau und die Erweiterung des renommierten Museums dauerte drei Jahre und stammt vom Basler Architekturbüro Herzog & de Meuron. «Der Bundespräsident freut sich natürlich auch, an der Einweihung eines Gebäudes teilzunehmen, dass Schweizerisches ,Savoir-faire’ im Ausland überzeugend unter Beweis stellt», teilte sein Mediensprecher weiter mit.

Nach der Besichtigung von einer knappen Stunde enthüllt Hollande eine Erinnerungsplakette. Die Ansprachen werden in dem nahe gelegenen Festsaal «Salle des Catherinettes» gehalten, der sich in einem Kloster befindet. Nach Gilbert Meyer, Maire von Colmar, wird Bundespräsident Johann Schneider Ammann reden, bevor François Hollande das Wort ergreift.

Die Arbeiten am Unterlinden Museum haben 44 Millionen Euro gekostet und wurden von Staat, Region, Departement, Stadt und durch Spenden finanziert – darunter auch Gelder aus Basel. Das bestehende, renovierte und neu gestaltete alte Museumsgebäude, ein Kloster aus dem Jahre 1269, wird durch einen unterirdischen Gang aus drei Ausstellungsräumen mit einem dreigeschossigen Neubau verbunden. Die Fläche des Museum wird von 4000 Quadratmeter auf 8000 Quadratmeter verdoppelt, wodurch auch moderne Werke gezeigt werden können.

Berühmt ist das Museum für den Isenheimer Altar, den Matthias Grünewald von 1512 bis 1516 fertigstellte. Die Betreiber hoffen die Zahl der Besucher von derzeit 185 000 im Jahr zu verdoppeln.

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