Germanwings-Absturz
Freundin soll sich einen Tag vor Absturz von Co-Pilot getrennt haben

Über den Co-Piloten Andreas Lubitz der abgestürzten Germanwings-Maschine wird immer mehr bekannt: Wie verschiedene Medien berichten, sei seine Freundin schwanger gewesen und habe sich einen Tag vor dem Absturz von ihm getrennt.

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So präsentierte sich Andreas Lubitz auf seinem Facebook-Profil.

So präsentierte sich Andreas Lubitz auf seinem Facebook-Profil.

Keystone

Es werden immer mehr Details über Andreas Lubitz bekannt: Der Co-Pilot wollte offenbar seine Freundin heiraten, wie «Der Spiegel» berichtet. «Bild am Sonntag» schreibt, dass sie sogar von ihm schwanger sein soll. Einen Tag vor dem Germanwings-Absturz soll sie sich von ihm getrennt haben, berichtet der «Mirror». Sie sollen sieben Jahre ein Paar gewesen sein.

Der Co-Pilot der Germanwings-Maschine soll unter einer schweren Sehstörung und schweren psychosomatischen Erkrankungen gelitten haben. Die Ermittler haben zahlreiche Medikamente bei der Hausdurchsuchung gefunden. Germanwings wusste davon nichts. Weil die Ärzte der Schweigepflicht unterliegen, konnten sie seinen Arbeitgeber nicht darüber in Kenntnis setzen.

Das wäre auch in der Schweiz der Fall, sagt Jürg Schlup, Präsident der Schweizer Ärzteverbindung FMH, gegenüber der «Sonntagszeitung». «Das heisst, der Arzt kann bei Piloten nur dann eine Meldung machen, wenn ihn der Patient selber oder die zuständige kantonale Gesundheitsbehörde vom Berufsgeheimnis entbinden. Schlup fordert deshalb die Einführung eines erleichterten Melderechts.

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Das Bundesamt für Zivilluftfahrt (Bazl) und Politiker aller Parteien gehen noch einen Schritt weiter und fordern eine Meldepflicht. Ärzte müssten kranke Piloten somit zwingend melden. «Das Bazl wird die bestehende Regelung überprüfen», sagt Sprecher Urs Holderegger.

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