Terrorismus
Der neue Osama Bin Laden hat 36 Schweizer auf dem Gewissen

Osama bin Laden ist tot, sein Nachfolger aber schon bereit. Augenarzt Ayman al-Zawahiri steht nun Bin Ladens Terror-Netzwerk vor. In der Vergangenheit erschien er immer wieder in Al Kaida-Videos und sorgte in Ägypten für ein Massaker unter Touristen.

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Das Luxor-Attentat 1997
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 Ayman al-Zawahiri gilt als einer der Drahtzieher des Luxor-Attentats.
 Ein Sicherheitssoldat eilt zum Ort des Überfalls.
 Zwei ägyptische Soldaten bewachen einen Tag nach dem Terroranschlag in Luxor den Hatsheput-Tempel, wo dutzende Touristen von religiösen Fanatikern niedergemäht wurden.
 Bundesrat Moritz Leuenberger spricht am 19. Oktober 1997, in der Werfthalle III des Flughafens Zürich-Kloten anlässlich einer kurzen Trauerfeier zu den Hinterbliebenen der Opfer des Terroranschlags in Luxor. Im Flughafen Zürich-Kloten ist am späten Mittwoch abend, um 23.26 Uhr, eine Sondermaschine der Egypt Air mit den sterblichen Überresten der Schweizer Opfer des Massakers in Luxor gelandet. Die Särge der Opfer wurden in einer Werfthalle des Flughafens aufgebahrt, wo anschliessend eine kurze Trauerfeier stattfand. An der rund halbstündigen Feier nahmen Angehoerige der 36 Opfer, Vertreter der Kantonsregierungen von Zuerich, Bern, Schwyz, Luzern, St. Gallen, Zug und Aargau sowie Bundesrat Moritz Leuenberger teil.
 Einer der Terroristen, der von Sicherheitskräften erschossen wurde.
 Ein Kranz zum Gedenken der Opfer.
 Verletzte Schweizer wurden mit der Rega sofort nach Zürich geflogen und dort in Spitäler gebracht.
 Dieser Rückkehrer hatte Glück gehabt.

Das Luxor-Attentat 1997

Keystone

Ayman al-Zawahiri dürfte Osama Bin Ladens Posten als offizielles Aushängeschild der Terrororganisation Al Kaida übernehmen.

Der hochintelligente Augenarzt al-Zawahiri gründete in Ägypten eine Gruppe militanter Dschihadisten, nachdem er zuerst Mitglied der ägyptischen Muslimbruderschaft war. Al-Zawahiri entstammt wie Bin Laden einer hoch angesehenen Familie.

Bereits 1997, als in einer archäologischen Ausgrabungsstätte gegenüber der Stadt Luxor 68 Touristen ermordet wurden (darunter 36 Schweizer), hatte al-Zawahiri auch seine Finger im Spiel.

Einige Sicherheitsexperten glauben, er habe auch beim Anschlag am 11. September 2001 die Finger im Spiel gehabt. Sicher war er schon damals Al Kaidas Chefideologe, das FBI hat bis heute eine Belohnung von 25 Millionen Dollar ausgesprochen für Hinweise, die zu seiner Verhaftung führen. Noch bis diesen April erschien al-Zawahiri immer wieder in Videobotschaften Al Kaidas.

US-Behörden vermuten, dass er sich auch in pakistanisch-afghanischen Grenzregionen aufhält - seit 2001 hat er sich versteckt. Ende 2001 sollen seine Frau und seine Kinder bei einem Luftangriff der USA ums Leben gekommen sein. (cbk)

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