Italien
Brückeneinsturz Genua: Tausende nehmen Abschied von Verstorbenen – letztes Opfer gefunden

Italien hat Abschied von den Opfern des Brückeneinsturzes genommen. Tausende Menschen drängten sich am Samstag bei einer staatlichen Trauerfeier mit den Spitzen von Staat und Regierung in der Messehalle von Genua.

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Trauerfeier für die Opfer des Brückeneinsturzes in Genua: In der Messehalle stehen 18 Särge, darunter ein kleiner weisser für das jüngste Opfer.
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Die italienischen Staatsmänner Giuseppo Conte, Roberto Fico, Luigi di Maio und Matteo Salvini nahmen am Gedenkanlass teil.
Die Spieler der Seria-A-Fussballclubs Genoa und Sampdoria nahmen an der Trauerfeier teil.
Unter ihnen waren die italienischen Nationalspieler Domenico Criscito (links) und Fabio Quagiliarella.
Trauerfeier für die Opfer des Brückeneinsturzes in Genua: In der Messehalle stehen 18 Särge, darunter ein kleiner weisser für das jüngste Opfer.
Trauerfeier für die Opfer des Brückeneinsturzes in Genua
Trauerfeier für die Opfer des Brückeneinsturzes in Genua
Trauerfeier für die Opfer des Brückeneinsturzes in Genua mit Kardial Angelo Bagnasco.
Trauerfeier für die Opfer des Brückeneinsturzes in Genua
Trauerfeier für die Opfer des Brückeneinsturzes in Genua
Trauerfeier für die Opfer des Brückeneinsturzes in Genua
Trauerfeier für die Opfer des Brückeneinsturzes in Genua
Trauerfeier für die Opfer des Brückeneinsturzes in Genua
Trauerfeier für die Opfer des Brückeneinsturzes in Genua
Trauerfeier für die Opfer des Brückeneinsturzes in Genua
Trauerfeier für die Opfer des Brückeneinsturzes in Genua
Trauerfeier für die Opfer des Brückeneinsturzes in Genua
Trauerfeier für die Opfer des Brückeneinsturzes in Genua
Trauerfeier für die Opfer des Brückeneinsturzes in Genua
Trauerfeier für die Opfer des Brückeneinsturzes in Genua
Trauerfeier für die Opfer des Brückeneinsturzes in Genua
Trauerfeier für die Opfer des Brückeneinsturzes in Genua
Trauerfeier für die Opfer des Brückeneinsturzes in Genua

Trauerfeier für die Opfer des Brückeneinsturzes in Genua: In der Messehalle stehen 18 Särge, darunter ein kleiner weisser für das jüngste Opfer.

KEYSTONE/EPA ANSA/LUCA ZENNARO

Im Gegensatz zu den vielen Zuschauern blieben etliche Angehörige der Trauerfeier fern. Einige zogen private Trauerfeiern in ihren Heimatorten vor, andere boykottierten die Veranstaltung aus Protest gegen die Regierung.

Auch mehrere tausend Einwohner von Genua kamen zu der Zeremonie. "Ich kenne niemanden, der bei dem Unglück getötet wurde. Aber ich wollte trotzdem kommen. So etwas hätte nicht passieren dürfen", sagte der Genuese Claudio Castellaro.

Die Morandi-Brücke in Genua Während eines schweren Unwetters am 14. August ist die 40 Meter hohe Brücke, auch Polcevera-Viadukt genannt, auf einem etwa 200 Meter langen Stück eingestürzt.
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Etwa 35 Autos und drei Lastwagen stürzten etwa 45 Meter in die Tiefe und wurden teils unter Betontrümmern begraben.
Ein Lastwagen kam kurz vor dem Abgrund zu stehen. Der Chauffeur erlitt einen Schock.
Die Brücke aus der Vogelperspektive: Zum Zeitpunkt der Tragödie waren laut Betreibergesellschaft Bauarbeiten im Gange.
Unter den Opfern sind mindestens drei Minderjährige im Alter von 8, 12 und 13 Jahren.
Bergungsarbeiten.
Ein eindrückliches Bild aus der Vogelperspektive: Ein grosser Teil der Brücke fehlt.
Dieser Lastwagen konnte gerade noch rechtzeitig bremsen.
Retter in den Trümmern: Nach dem Einsturz der Autobahnbrücke in Genua suchen Feuerwehrleute nach Überlebenden.
Die Brücke stürzte auf rund 200 Meten ein.
Autos stecken in den Trümmern.
Weitere Bilder vom Unglücksort.
Autobahnbrücke in Genua eingestürzt
Die eingestürzte Morandi-Brücke.
Die eingestürzte Morandi-Brücke.
Die eingestürzte Morandi-Brücke.
Die eingestürzte Morandi-Brücke.
Die eingestürzte Morandi-Brücke.
Die eingestürzte Morandi-Brücke.
Die eingestürzte Morandi-Brücke.
Die eingestürzte Morandi-Brücke.
Die eingestürzte Morandi-Brücke.
Die eingestürzte Morandi-Brücke.
Die eingestürzte Morandi-Brücke.
Die eingestürzte Morandi-Brücke.
Die eingestürzte Morandi-Brücke.
Die eingestürzte Morandi-Brücke.
Die eingestürzte Morandi-Brücke.
Die eingestürzte Morandi-Brücke.
Die eingestürzte Morandi-Brücke.
Die eingestürzte Morandi-Brücke.
Die eingestürzte Morandi-Brücke.
Die eingestürzte Morandi-Brücke.
Die eingestürzte Morandi-Brücke.
Die eingestürzte Morandi-Brücke.
Die eingestürzte Morandi-Brücke.
Die eingestürzte Morandi-Brücke.
Die eingestürzte Morandi-Brücke.
Die eingestürzte Morandi-Brücke.
Die eingestürzte Morandi-Brücke.
Die eingestürzte Morandi-Brücke.
Diese Brücke ist eingestürzt.
Diese Brücke ist eingestürzt.
Dieser Lastwagen steht am Abgrund.
Die eingestürzte Morandi-Brücke.
Die eingestürzte Morandi-Brücke.
Die eingestürzte Morandi-Brücke.

Die Morandi-Brücke in Genua Während eines schweren Unwetters am 14. August ist die 40 Meter hohe Brücke, auch Polcevera-Viadukt genannt, auf einem etwa 200 Meter langen Stück eingestürzt.

Keystone

Alle Opfer gefunden

Die vierspurige Morandi-Brücke im Westen der norditalienischen Stadt war am Dienstag während eines Unwetters auf einer Länge von mehr als 200 Metern eingestürzt. 38 Todesopfer wurden bislang identifiziert.

In der Nacht zum Samstag entdeckten Feuerwehrleute weitere Opfer. Laut Medienberichten handelte es sich um ein Ehepaar und dessen neunjährige Tochter. Am Samstag wurde dann auch noch das letzte Opfer gefunden, wie ein Feuerwehrsprecher sagte.

"Der Einsturz der Morandi-Brücke hat Genua mitten ins Herz getroffen. Der Schmerz sitzt tief", sagte Genuas Erzbischof Angelo Bagnasco in seiner Predigt. In der Halle standen 18 Särge aufgebahrt, geschmückt mit Blumen und Fotos der Opfer.

Einer der Särge war klein und weiss, darin lag die Leiche des jüngsten Opfers, des achtjährigen Samuele. Er war mit seinen Eltern unterwegs zur Fähre Richtung Sardinien, wo die Familie Ferien machen wollte, als die Brücke einstürzte.

Präsident Sergio Mattarella sprach nach der Trauerfeier gegenüber Fernsehreportern von einer "inakzeptablen Tragödie". Mit geröteten Augen versprach er sich dafür einzusetzen, dass "schnelle und rigorose Ermittlungen zu Verurteilungen führen".

Groll gegen Regierung

Mehrere Familien von Opfern blieben der Zeremonie in Genua fern - einige davon aus Protest gegen die Regierung. "Mein Sohn wurde ermordet", schimpfte am Freitagabend der Vater eines von vier bei dem Unglück getöteten Jugendlichen aus Torre del Greco bei Neapel.

"Man sollte nicht durch Nachlässigkeit, Gleichgültigkeit, Verantwortungslosigkeit, Oberflächlichkeit und Bürokratie sterben müssen", sagte Neapels Erzbischof Crescenzio Sepe bei der Trauerfeier für die vier.

Regierung weist Schuld von sich

Die italienische Regierung macht den Autobahnbetreiber Autostrade per l'Italia für das Unglück verantwortlich und wirft dem Privatunternehmen mangelhafte Wartungsarbeiten vor. Auch hochrangige Firmenvertreter kamen zu der Trauerfeier in Genua. Das Unternehmen betreibt die A10, zu der die eingestürzte Brücke gehört. Autostrade per l'Italia weist die Vorwürfe zurück.

Landesweit galt am Samstag Staatstrauer. Vor öffentlichen Gebäuden wehte die Flagge auf Halbmast. Bei den Fussballspielen des Wochenendes tragen die Spieler schwarze Armbinden und legen eine Schweigeminute ein. Die Partien der beiden genuesischen Teams, Sampdoria und Genoa, wurden verschoben.