Ukraine
Bericht bestätigt: MH17 wurde «von schnell fliegenden Objekten durchsiebt»

Der Untersuchungsbericht zum Absturz der MH17 ist veröffentlicht worden. Fazit: Das Flugzeug wurde definitiv abgeschossen. Mehrere Objekte hätten die Maschine durchsiebt.

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Flugzeugabsturz in der Ukraine
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Die Ukrainische Regierung behauptet, die beiden Kampfjets seien von russischer Seite aus abgeschossen worden. (Archivbild)
König Willem Alexander und Königin Maxima beim Empfang der Absturzopfer.
Niederländische Soldaten tragen die Särge der Absturzopfer.
In Eindhoven werden die Flugzeuge mit den ersten Leichen empfangen.
Die Särge werden verladen.
Letzte Ehre für die Toten von Flug MH17 in Charkow.
Das Flugzeug mit den Leichen an Bord hebt ab Richtung Eindhoven.
Auf dem Flughafen in Eindhoven weht die holländische Fahne auf Halbmast.
Die Absturzopfer werden in Charkow ins Transportflugzeug geladen.
Aus dem Zug kommt ein starker Verwesungsgeruch
OSZE-Beobachter dürfen unter strenger Aufsicht der Rebellen die Waggons mit den Leichen inspizieren
Eine Frau schaut auf den Zug, in dessen Kühlwaggons die Leichen der Absturzopfer gelagert werden.
Rebellen bewachen die Zug-Waggons
In diesem gekühlten Zug sind die abtransportierten Leichen gelagert, meldet der Korrespondent des Wall Street Journal auf Twitter.
Delegierte stehen an der Aids-Konferenz gemeinsam auf der Bühne und legen für die Opfer des Absturzes - unter denen viele Konferenz-Teilnehmer sind - eine Schweigeminute ein.
Trauerzeremonie in der niederländischen Stadt Haarlem.
Ein bewaffneter Separatist bei der Absturzstelle der MH17
Ein junger Separatist ruht sich neben der Absturzstelle aus, während ein anderer die Wache übernimmt.
In Australien trauern Hinterbliebene.
Leichensäcke liegen am Strassenrand bereit zum Abtransport
Eine Stewardess trägt sich am Amsterdamer Flughafen Schiphol ins Kondolenzbuch ein. Währendem versammeln sich Angehörige und wollen zur Absturzstelle fliegen.
Trauer in einem holländischen Quartier: 189 der 298 Insassen kamen aus der Niederlande.
«Wer ist der Mörder?» steht auf einem Karton - grosse Trauer in Kuala Lumpur.
Flugzeugabsturz in der Ukraine
Flugzeugabsturz in der Ukraine
Unter den Toten sind auch viele Kinder.
Blumen wurden auf eines der zerstörten Triebwerke gelegt.
Schreckliche Szene: Mit weissen Fahnen werden gefundene Leichenteile markiert.
Rettungskräfte an der Boeing-Absturzstelle in der Ostukraine
Amateuraufnahmen vom Moment des Aufschlags.
Am Abend steigt noch immer Rauch aus den Trümmerteilen
Sicherheitskräfte und Schaulustige zwischen den Wrackteilen des Flugzeugs.
Bild von Videoaufnahmen nahe des angeblichen Absturzortes.
Malaysias Transportminister, Liow Toing Lai, beteuert, dass das Flugzeug der Malaysian Airlines nie in gesperrtem Luftraum geflogen sei.
Flugzeugabsturz in der Ukraine
Flugzeugabsturz in der Ukraine
Flugzeugabsturz in der Ukraine
Flugzeugabsturz in der Ukraine
Apokalyptische Stimmung auf der Absturzstelle der MH 17.
Flugzeugabsturz in der Ukraine
Banges Warten in Kuala Lumpur
Viele Ukrainer legten bei der holländischen Botschaft in Kiew Blumen nieder
Eine Rauchsäule über dem Absturzort in der Ostukraine
Am Amsterdamer Flughafen bleibt der Schalter der Malaysia Airline geschlossen

Flugzeugabsturz in der Ukraine

Keystone

Der Absturz der malaysischen Passagiermaschine MH17 über der Ukraine ist nach Auffassung niederländischer Ermittler durch Einwirkung von aussen verursacht worden. Das Flugzeug sei von "Objekten" durchsiebt gewesen und sei während des Fluges in mehrere Teile zerborsten.

Das gab die niederländische Flugsicherheitsbehörde am Dienstag in Den Haag bekannt. In dem Zwischenbericht zu der Tragödie ist jedoch nicht von Raketenbeschuss die Rede.

Die Boeing 777-200 sei im Flug zerbrochen. Dies sei "wahrscheinlich auf strukturelle Schäden zurückzuführen, die von einer grossen Zahl an Objekten verursacht wurden, die das Flugzeug mit hoher Geschwindigkeit von aussen durchdrangen".

Es gebe keine Hinweise, dass technisches Versagen oder Fehler der Besatzung der Grund für den Absturz im Juli gewesen seien. Die Flugschreiber und die Daten der Luftverkehrsleitung wiesen dem Bericht zufolge auf einen normalen Flugverlauf hin. Die Experten stützen damit den Verdacht, wonach die Maschine am 17. Juli über dem Konfliktgebiet abgeschossen wurde.

Die Maschine der Malaysia Airlines war auf dem Weg von Amsterdam nach Kuala Lumpur abgestürzt, alle 298 Insassen kamen ums Leben. Die ukrainische Regierung und der Westen gehen davon aus, dass Flug MH17 von prorussischen Separatisten abgeschossen wurde. Russland sieht die Verantwortung bei Kiew. Bei den meisten Opfern handelte es sich um Niederländer, weshalb Den Haag die Ermittlungen leitet.

Aufzeichnungen von Flugdatenschreiber und Cockpit-Stimmenrekorder sowie die Daten der Luftraumsicherung würden darauf hinweisen, dass Flug MH17 ohne besondere Vorkommnisse den ukrainischen Luftraum durchquerte, bis der Kontakt um 15.20 Uhr deutscher Zeit abrupt abriss, schreibt Spiegel Online.

Speziell die Auswertung der Gespräche im Cockpit habe keinerlei Hinweis auf technische Probleme oder eine Notsituation an Bord gegeben, heisst es in einer Stellungnahme des OVV. Per Funk habe die Crew keinen Notruf an die ukrainische Flugsicherung abgesetzt. Um 15:20 und um 15:22 Uhr seien Funksprüche ukrainischer Lotsen von MH17 nicht mehr beantwortet worden.

Die internationale Ermittlergruppe habe bislang keine Wrackteile der abgestürzten Boeing untersuchen können, schreibt der OVV. Bilder von den Trümmern würden jedoch zeigen, dass die Maschine an mehreren Stellen von schnell fliegenden Objekten durchsiebt wurde und dadurch auseinanderbrach. Diese Beobachtung passt zu der These, wonach MH17 durch eine Boden-Luft-Rakete abgeschossen wurde. Ausdrücklich nennt der Zwischenbericht diese Erklärung jedoch nicht.