US-Regierung
Aus Versehen: Trumps Ministerkandidat Kobach enthüllt geheime Anti-Terror-Pläne

Der Republikaner Kris Kobach will der neue Minister für innere Sicherheit in Trumps Kabinett werden. Bei einem Treffen mit dem zukünftigen Präsidenten hat er seine Strategie zur inneren Sicherheit versehentlich in die Kamera gehalten.

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Nach einem 45-minütigen Gespräch traten die beiden vor die Kameras.
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Dabei hielt Kobach aus Versehen seine vertraulichen Dokumente in die Kamera.
Kris Kobach Trump Anti-Terror-Pläne
Kris Kobach ist Secretary of State des US-Bundesstaats Kansas.

Nach einem 45-minütigen Gespräch traten die beiden vor die Kameras.

AP/Keystone

Während Trump seine Regierung zusammenstellt, trifft er sich täglich mit mehreren potenziellen Kandidaten für die noch freien Ämter. So auch am Sonntagnachmittag, als der angehende Präsident den republikanischen Hardliner Kris Kobach, den Secretary of State des US-Bundesstaates Kansas, zu einem Gespräch empfing, um über «Grenzsicherheit, internationalen Terrorismus und Reformen des Beamtentums» zu diskutieren, wie Trumps Team mitteilte.

Weitere Details sollten geheim bleiben, doch Kobach nahm dies offenbar nicht so ernst: Als die beiden nach einem 45-minütigen Gespräch nach draussen vor die wartenden Fotografen traten, präsentierte Kobach seine mitgebrachten Unterlagen, welche er unter den linken Arm geklemmt hatte, gut sichtbar für die Fotografen.

Diese Papiere beinhalteten seinen «strategischen Plan für die ersten 365 Tage», sollte Trump ihn zum Heimatschutzminister ernennen. Die US-Nachrichtenseite «Politico» hat nun auf einem hochauflösenden Foto der Nachrichtenagentur Associated Press entziffert, was diese Pläne vorsehen.

Mauer soll «sehr schnell» gebaut werden

So will Korbach potenziellen Terroristen die Einreise in die USA verwehren oder «hochriskante Ausländer» verfolgen. Demnach plant Kobach, das Registrierungssystem wieder einzuführen, welches bereits von 2002 bis 2011 im «Krieg gegen den Terror» in Kraft war.

Desweiteren enthüllt das Papier auch, dass Kobach - wie Trump bereits in seinem Wahlkampf angekündigt hatte - keine syrischen Flüchtlinge mehr in den USA aufnehmen will. Auch Trumps Pläne eines Mauerbaus an der Grenze zu Mexiko befürwortet er. Diese solle «sehr schnell» gebaut werden. (sme)

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