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Acht Tote wegen arktischer Kälte im Mittleren Westen der USA

Die arktische Kälte hält den Mittleren Westen der USA weiter fest im Griff. US-Medien berichteten nach dem eisigen Mittwoch von acht Toten im Zusammenhang mit den extremen Niedrigtemperaturen.

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Eis und Schnee bilden Skulpturen am Lake Michigan in Chicago.

Eis und Schnee bilden Skulpturen am Lake Michigan in Chicago.

Keystone/EPA/KAMIL KRZACZYNSKI

Landesweit fielen mehr als 2700 Flüge aus, davon mehr als 1800 an den beiden grossen Airports von Chicago. In sechs Bundesstaaten wurde die Post nicht zugestellt, in Chicago blieben die Regionalzüge stehen.

In der Kleinstadt Mahnomen im Nordwesten des Bundesstaats Minnesota fiel das Barometer am Mittwoch um 06.00 Uhr morgens auf minus 40 Grad Celsius. Die Behörden in den Bundesstaaten Illinois, Wisconsin und Michigan hatten Notstandsmassnahmen in Kraft.

Er joggt noch immer: Evan Roberts am Dienstag in Minneapolis im US-Bundesstaat Minesota.
18 Bilder
Er auch: Student Daniel Dylla am Dienstagmorgen am Mississippi in Minneapolis.
Gute Idee: Skibrillen für den Spaziergang, wie hier am Mississippi in Minneapolis.
Genau.
Frieren im Millenium Park in Chicago.
Die Temperaturen sollen auf bis zu minus 32 Grad Celsius fallen
Hinzu kommen arktische Winde, die die gefühlten Temperaturen auf um die minus 45 Grad Celsius senken.
Katastrophen-Alarm: In Chicago warnen die Behörden mit Plakaten vor diesem «Wind Chill»-Effekt.
Draussen unterwegs zu sein ...
... kann so zur Qual werden, wie diese Bilder aus Chicago zeigen.
Amy Lawrence hilft Passanten in Sioux Falls mit Mützen und Handwärmern aus.
Bewegung hält auch warm.
Das ist Chloe Adams aus Minneapolis mit Hund Roscoe.
Wenn das Wasser wärmer ist als die Luft: Von den St.Anthony-Fällen des Mississippi in Minneapolis steigt in der klirrenden Kälte Wasserdampf auf.
Haben alle Hände voll zu tun: Die Angestellten des öffentlichen Verkehrs in Chicago.
Mit Gas betriebene Weichenheizungen ...
... sorgen dafür, dass der Bahnverkehr in Chicago weiter funktioniert.
Ein Mann räumt seine Einfahrt frei in Appleton, Wisconsin.

Er joggt noch immer: Evan Roberts am Dienstag in Minneapolis im US-Bundesstaat Minesota.

Keystone

"Historische Kälte"

In Chicago, der drittgrössten Stadt der USA, sanken die Temperaturen am Morgen auf minus 30 Grad. "Das ist offensichtlich eine historische Kälte", sagte Bürgermeister Rahm Emanuel. "Die Temperaturen sind lebensgefährlich und wir müssen dementsprechend handeln." Bewohner schützten ihre Gesichter mit Skimasken, wenn sie ihre Wohnungen verliessen. Für die 16'000 Obdachlosen von Chicago richteten die Behörden mehr als 270 Wärmestuben ein.

In Michigan ordnete die Gouverneurin Gretchen Whitmer die Schliessung aller nicht-essenziellen Behörden bis Freitag an. Auch die Schulen blieben angesichts der am Donnerstag erwarteten Temperaturen von bis zu minus 40 Grad geschlossen.

Grund für die Kältewelle ist arktische Luft, die sich von dem normalerweise um den Nordpol kreisenden sogenannten Polarwirbel gelöst hat. Für diese Abspaltung könnte laut einer wissenschaftlichen These die Klimaerwärmung verantwortlich sein.

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