Gemeindebeitrag
Waldbereisung mit Besichtigung eines Beobachtungsbunkers

Michelle Obrist
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Bilder zum Leserbeitrag

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Blick in den Beobachtungsposten Bührerhorn, wo den Informationen gelauscht wird.

Blick in den Beobachtungsposten Bührerhorn, wo den Informationen gelauscht wird.

Rund 70 Gansingerinnen und Gansinger folgten der Einladung zum Waldumgang vom letzten Samstag. Nach der Begrüssung durch Gemeindeammann Martin Steinacher führte Förster Fredi Bühler die grosse Schar durch die Gemarchungen des Gansinger Waldes. Zuerst wanderte man Richtung Bührerhorn. Hier durfte der anfangs 2. Weltkrieg erbauten Beobachtungsposten inwendig besichtigt werden. Die Anlage, die durch das Festungsmuseum Reuenthal vor kurzem übernommen werden konnte und zurzeit instand gestellt wird zweigt die damalige Wehrbereitschaft auf. Die Anlage wurde 1940 durch die Firma Erne Laufenburg in nur 60 Tagen erbaut. Eine grosse Leistung, wenn man bedenkt mit welchen Mitteln dies damals geschah. Dank dem Einsatz des Forstes wurde die herrliche Rundumsicht geschaffen, die Wanderer hier oberhalb des Postens geniessen dürfen. Die heutige Waldbewirtschaftung mittels grosser Maschinen und die dafür nötigen Erschliessungen zeigte Förster Bühler anhand von neusten Plänen und Karten sowie im Walde vor Ort auf. Die heutige moderne Holzernte erfordert diese Feinerschliessungen um rationell arbeiten zu können. Damit ist die maschinelle Holzernte wohl an einen Punkt angelangt, der das Maximum bedeutet und in den doch steilen Wäldern in den Hügeligen Zonen der Schweiz nicht mehr weiter ausgebaut werden können. Und schliesslich stand natürlich die Wirtschaftlichkeit des Waldes auch zur Diskussion. Zurzeit sind die Holzpreise derart am Boden, dass eigentlich die Arbeiten im Walde sich gar nicht lohnen Zusammensein und einen feinen Steak vom Grill wurde weiter Diskutiert und Fachsimpelt. Viktor Jehle

von sim