In diesem Jahr wird besonders Wert auf wiederverwendbare Materialien gelegt. So erstrahlt die alte Weihnachtsbeleuchtung der Stadt in neuem Glanz und der Palazzo Sankt Cordula wird hell erleuchtet. Die RecycleBar machte die Wiederverwertung - wie der Name schon ankündigt - sogar zum Motto. «Uns war wichtig, dass wir ein Material verwenden, das wiederverwertbar ist», sagt Fränzi Schmidli, OK Mitglied der Bar.

Seit dem Frühjahr sammelte der Xtra STV Baden alle nur verfügbaren PET-Flaschen. Daraus wurden Lampen, kleine Quallen die von der Decke hängen, sogar die Bar selbst ist aus zusammengedrückten PET-Flaschen gefertigt. Besonders Stolz mache sie die Tatsache, dass alle Flaschen von Vereinsmitgliedern ausgetrunken wurden, sagt Schmidli. «Nur so ist es wirklich Recycling.»

Ökologische Aspekte im Fokus

Schon in der Planungsphase habe man grosse Gewichtung auf die ökologischen Aspekte des Stadtfests gelegt. Wesentlich mehr als noch an der Badenfahrt von 2007. Es werde sehr viel mit Gerüsten gearbeitet. Holzbauten werden nach dem Stadtfest wieder in ihre Einzelteile zerlegt und von den jeweiligen Zimmermännern oder Schreinern zurückgenommen. Viele Bars werden auch verkauft.

Die Ladestation auf dem Schlossbergplatz wird nach dem Stadtfest an der Basler Messe zu bewundern sein. Natürlich sei nicht alles recyclebar. Gerüstplanen, die teilweise als Wände eingesetzt werden, sind nicht immer mehrfach verwendbar. Solange sie unbedruckt sind, könnten sie von Bauern noch gebraucht werden, um Gemüse abzudecken. Die bemalten müssen aber wohl oder übel weggeworfen werden.

«Unsere Gerüstplanen müssen nach dem Stadtfest weggeworfen werden. Aber ich benutze lieber Gerüstplanen, die regenfest und nicht brennbar sind, anstelle eines ökologischeren Baustoffes, der diesen Ansprüchen möglicherweise nicht genügt», sagte Manuel Treuthardt. Er ist verantwortlich für den Bau des Palazzo Sankt Cordula.

Auch die neuen Mehrwegbecher sollen helfen, die Abfallberge klein zu halten. Beim Kauf eines Getränks muss jetzt überall ein Depot von zwei Franken bezahlt werden. Diese werden an den Ständen bei der Rückgabe der Becher erstattet oder gleich mit dem neuen Getränk verrechnet.