Kantonalturnfest

500 Turnfest-Helfer trafen sich zum «Helferfest»

Da wird tüchtig zugelangt. Über 500 Helferinnen und Helfer des Kantonalen Turnfestes trafen sich beim Helferfest.

Da wird tüchtig zugelangt. Über 500 Helferinnen und Helfer des Kantonalen Turnfestes trafen sich beim Helferfest.

Ein so grosses Fest über zwei Wochenenden wie das Kantonale Turnfest kann unmöglich ohne freiwillige Helferinnen und Helfer durchgeführt werden. Die fleissigen Hände und Beine im Hintergrund konnten jedoch bereits ihr verdientes «Helferfest» feiern.

Auf dem Turnfest-Gelände im Moos in Balsthal herrschte am Freitagabend fast Volksfeststimmung. Keine fiebrigen Wettkämpfe; keine Zeitmessungen, keine Haltungsnoten. Die Turnerinnen und Turner waren nicht im Einsatz - hingegen die Helferinnen und Helfer. Aber nicht etwa im Arbeitsstress, sondern in Festlaune, denn das Helferfest stand auf dem Programm.

«Warum denn jetzt schon ein Helferfest, obwohl das Turnfest noch gar nicht beendet ist?», fragte OK-Präsident Enzo Cessotto bei seiner kurzen Eröffnungsrede und gab die Antwort gleich selbst: «Weil ihr jetzt noch alle beisammen seid, weil wir hier ein grosses Festzelt haben, weil wir hier eine gute Festwirtschaft und die richtige Musik geniessen können.» Cessotto konnte den Anwesenden nicht genug danken. «Euer Einsatz ist grossartig. Merci vielmals», und er führte aus, dass er glaube, fast so etwas wie ein Helferfieber sei ausgebrochen. «Ich bin überzeugt: Euer Helfereinsatz wird euch auch noch lange im Alltag beflügeln, und es entstehen Bekanntschaften und Freundschaften, die lebenslang halten.»

Und dann gab er den Helferinnen und Helfern auch noch ein paar Spielregeln für ihren Einsatz mit: «Wenn ihr ankommt, meldet euch beim Helferstand an, wenn ihr fertig seid, meldet euch auch dort wieder ab. Das ist unbedingt nötig, damit wir die Verrechnungen an euren Verein ordnungsgemäss ausführen können. Und denkt daran: Das zweite Wochenende wird hart. Ihr müsst ‹secklen›, damit alle - die Turner und die Gäste - zufrieden sind.» Doch jetzt stand erst mal Gemütlichkeit auf dem Programm.

Wie läuft denn ein Helfereinsatz überhaupt ab? «Erst einmal tragen die Helfer verschiedenfarbige T-Shirts. Blau sind die Leute vom OK, rot die Shirts der Ressortleiter und grün die eigentlichen Helfer. Weiss tragen die Turnverband-Offiziellen.» Das erklärt Vize-OK-Präsident Stephan Berger. Und Christine Anderegg, die im Helferzelt steht, ergänzt. «Jeder Helfer bekommt bei uns das passende
T-Shirt und eine Bauchtasche. Dann kontrolliere ich auf der Einsatzliste seinen Namen und den Verein, für welchen er seinen Einsatz leistet.»

Im Helferzelt steht auch noch ein Tisch, an welchem sich Helfer, die ihren Einsatz beendet haben, versammeln können. «Wer noch mag, wird dann an einen weiteren Einsatzort geschickt, wo noch Leute nötig sind», erklärt Anderegg.

Denn eines ist klar: Auch bei ausgeklügelten Einsatzplänen kommt es immer wieder vor, dass mehr oder weniger Leute gebraucht werden als zunächst angenommen. Flexibilität ist das Zauberwort der Helfer.

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