Urdorf-Coach Andy Wiederkehr war beim Gastspiel in Hausen am Albis wahrlich nicht zu beneiden. Dem ehemaligen Nationalliga-Fussballer fehlten zahlreiche Akteure und so musste er auf Dominic Galindo und Mathias Huber (beide Senioren) sowie Tim Stucki (2. Mannschaft) zurückgreifen, welche allesamt in der Startformation standen. Auf der Ersatzbank der «Stiere» nahm einzig Bajram Jasari Platz. Und die Aufgabe wurde bald noch schwieriger. Sieben Minuten waren gespielt, als die Einheimischen im Anschluss an einen Cornerball durch Ronny Götschi schon früh in Front gingen.

Urdorf bemühte sich in der Folge, doch die Gäste fanden gegen die kompakte Abwehr von Hausen kein Rezept. Kurz vor der Pause schien der Ausgleichstreffer Tatsache, doch Hausen-Keeper Stefan Bader vermochte einen Galindo-Kopfball mit den Fingerspitzen über die Latte zu lenken. Nach dem Seitenwechsel erarbeiteten sich die Urdorfer unter der Regie von Haseef Haneef Mohamed vermehrt Spielanteile und Wiederkehr bewies mit der Einwechslung von Jasari ein goldenes Händchen. Der Joker traf in der 67. Minute nach einem Haneef-Freistoss per Kopf zum verdienten Ausgleich.

Mit einem Doppelschlag sorgte der Gastgeber innert 120 Sekunden für die Vorentscheidung. Zuerst nutzte Pascal Von Aesch seine Freiheiten aus und traf zum erneuten Führungstreffer. Urdorf vermochte sich noch nicht vom Gegentreffer zu erholen, ehe Ralph Huster dem tändelnden Galindo das Leder abluchste und aus spitzem Winkel zum 3:1 einschoss. Wohl gelang David Müller kurz vor Spielschluss mit einem abgefälschten Weitschuss noch der Anschlusstreffer, zu mehr reichte es Urdorf an diesem Sonntag aber nicht mehr.

Jasaris Leichtsinn

In der Nachspielzeit sah Jasari noch die Ampelkarte, nachdem er beim Ref reklamierte und anschliessend für die gelbe Karte noch applaudierte. «Nach dem Ausgleichstreffer waren wir wieder im Spiel, doch die beiden Gegentore haben uns die Hoffnungen geraubt. Aufgrund der Personalsituation kann ich der Mannschaft keinen Vorwurf machen. Sie hat sich bemüht, doch fehlte es teilweise an der Cleverness», so Andy Wiederkehr. «Leider war zuletzt auch die Trainingspräsenz ungenügend, was sich an den Spieltagen bemerkbar macht.» Da mit Freienbach 2 und Oberrieden auch die beiden Mannschaften unter dem Strich ihre Spiele verloren, beträgt der Vorsprung der Urdorfer auf einen Nichtabstiegsplatz weiterhin 8 Punkte. Sieben Runden vor Schluss sollte dies zumindest rechnerisch eigentlich reichen.