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Schlieren-Torwart Markus Würsten überzeugt beim Einstand

Überzeugender Einstand: Schlieren-Torwart Markus Würsten musste nur einmal hinter sich greifen.

Überzeugender Einstand: Schlieren-Torwart Markus Würsten musste nur einmal hinter sich greifen.

Der FC Schlieren konnte den ersten 2.-Liga-Auftritt seit 27 Jahren siegreich gestalten – mit einem 3:1-Sieg bei Red-Star II. Den Einstand gab auch Torhüter Markus Würsten.

Es war noch nicht die ganz grosse Bewährungsprobe, die Markus Würsten im Tor der Schlieremer zu bestehen hatte. Gegen die 2. Mannschaft von Red-Star Zürich erlebte der neue Goalie – der auf diese Saison hin als Wunschkandidat von Birmensdorf nach Schlieren gewechselt hatte – zumindest in der ersten Halbzeit einen ruhigen Einstand.

Dirigent und Libero

Somit waren es nicht Glanzparaden, mit der sich der 30-Jährige auszeichnen konnte, sondern sein lautstarkes Organisationstalent. Was schon lange als Stärke von Würsten gilt, scheint auch seinen neuen Mitspielern Sicherheit zu geben.

Im Stile eines Libero hielt er die Verteidigung zusammen und gab nicht selten auch den Stürmern Anweisungen über den ganzen Platz. «Ich fühle mich hier zu 100 Prozent wohl in der Mannschaft», lobt Würsten seine Mitspieler nach der Partie. Dieser Umstand ist insofern interessant, als dass der Wechsel von Würsten einige Diskussionen mit sich gebracht hat. In Birmensdorf wirft man ihm Wortbruch vor. Mit der Vergangenheit will er sich aber nicht befassen: «Ich bin sehr zufrieden mit dem Sieg und meinem neuen Team. Wir haben gesehen, dass wir auch in der 2. Liga siegen können. Das gibt uns Selbstvertrauen und darauf können wir aufbauen.»

Ein Leader auch neben dem Feld

Auch sein neuer Trainer Antonio Caputo, der Würsten zu den Limmattalern gelotst hat, ist mit seinem neuen Schützling sichtlich zufrieden. Als herausragendes Merkmal hebt auch Caputo die organisatorischen Qualitäten von Würsten heraus: «Er ist eine Art Libero, dirigiert gut und ist während 90 Minuten auf dem Platz präsent.» Auch neben dem Platz übernimmt Würsten dieselbe Rolle, wie sein Trainer bestätigt: «Er ist ein Leader, der sich in den richtigen Momenten aber auch unterordnen zu wissen weiss.»

Dass der Torhüter gegen Ende der zweiten Halbzeit auch noch spielerisch von sich zu überzeugen wusste, freut seinen Trainer umso mehr: «Wir haben gewusst, dass er enorm viel Qualität hat und deshalb haben wir ihn ja auch geholt. In den zwei oder drei brenzligen Situationen war er bereit und hat seine Sache dabei sehr gut erledigt.»

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