Bei herrlichen Fussball-Bedingungen trafen die NLB-Frauen des FC Schlieren und die des FC Aarau auf dem Zelgli in Schlieren aufeinander. Nach dem unglücklichen Unentschieden im Auswärtsmatch gegen den Aufsteiger AS Gambarogno aus dem Tessin waren die Schlieremer Frauen bereit für den ersten Sieg, auch wenn die Mannschaft momentan von einigen Absenzen und Verletzungen geplagt ist.

Kaltstart zu Hause

Doch nach einem ansprechenden Start, wo der FCS immer wieder mit schnellen Angriffen über die Aussenpositionen aufhorchen liess, folgte der frühe Schock: Gerade mal 14 Minuten waren gespielt, als Aarau durch einen eiskalt abgeschlossenen Angriff durch Golay mit 1:0 in Führung ging. Auf einen Ballverlust im Mittelfeld reagierte die Aarauer Nummer 11 blitzschnell und erzielte den Führungstreffer sehenswert über den viel zu weit vorne stehenden Torwart hinweg.

In der Folge war es immer wieder die Nummer 11, die die Schlieremer Verteidigung vor Probleme stellte. Doch nicht nur hinten, sondern auch vorne hatte Schlieren einige Probleme zu beklagen. Zwar tankte man sich einige Male vielversprechend in den gegnerischen Strafraum, die letzte Konsequenz und Abschlussgenauigkeit liess man aber vermissen. So kam es, dass Schlieren das Spiel grösstenteils dominierte, aber dennoch mit einem Rückstand in die Pause ging.

Dominant nach dem Seitenwechsel

In der zweiten Halbzeit übernahmen die Schlieremerinnen vollends das Spieldiktat. Wo der FC Aarau in der ersten Halbzeit vereinzelt Nadelstiche in Form von schnell vorgetragenen Angriffen setzten konnte, verlagerte sich das Spiel hauptsächlich in den Spielhälfte der Aarauerinnen. Unzählige Male war es Goalie Fabienne Kohler, die mit einer starken Leistung die Chancen der Schlieremer Frauen zu Nichte machen konnte. Dies gelang bis in der 56. Minute, als Kohler den Ball nach einem Freistoss von Roth aus rund 35 Metern unterlief, was zum umjubelten Ausgleich führte.

Mijovic erlöst Schlieren

Weiter spielte nur noch Schlieren. Nach der verschlafenen ersten Halbzeit und dem fahrlässigen Umgang punkto Chancenauswertung wurde Schlieren in der 83. Minute dann doch noch erlöst: Mijovic verwertete einen Drehschuss zum höchstverdienten 2:1-Siegestreffer. Zufrieden über die drei Punkte war auch Trainer Robert Tonic: «Wir haben zwar noch nicht die richtige Abstimmung, weil wir momentan viele Veränderungen durchmachen. Die Mannschaft hat aber verstanden, was ich unter Fussball verstehe und sie versuchen das umzusetzen. Deshalb bin ich mit dem Saisonstart zufrieden.» Nur wenige Augenblicke später relativierte er dennoch: «Ein Trainer ist nie zufrieden, aber es sind gute Ansätze vorhanden.»

Nach dem ersten Vollerfolg in der neuen Saison trifft der FC Schlieren in der nächsten Runde auf den SC Schwyz.