3. Liga

Engstringen scheitert an einem Hexer

Teufelskerl Faycal Ladjimi (links) schien gestern den Ball verzaubert zu haben. Hier scheitert Engstringens Ludovic Evegue (rechts) ohne Zutun des Kosova-Goalies.

Teufelskerl Faycal Ladjimi (links) schien gestern den Ball verzaubert zu haben. Hier scheitert Engstringens Ludovic Evegue (rechts) ohne Zutun des Kosova-Goalies.

Während 70 Minuten durfte der FC Engstingen gestern in der 3. Liga gegen Kosova II mit einem Mann mehr spielen. Zu mehr als einer 1:2-Niederlage hat es letztlich jedoch nicht gereicht.

In Engstringen war gestern alles bereit für einen wunderbaren Fussball-Vormittag. Die Frühlingssonne lachte vom Himmel, der Rasen auf dem Sportplatz Brunewiis präsentierte sich in einwandfreiem Zustand, weder der Gastgeber noch Gegner Kosova II musste sich mit Blick auf die Tabelle Sorgen machen. «Freuen wir uns auf einen tollen Match», meinte FCE-Assistenztrainer Scott McDonald kurz und knapp.

Die erste Viertelstunde lang entwickelte sich aus Engstringer Sicht auch tatsächlich das von McDonald gewünschte Spiel. Die Gastgeber machten mächtig Druck und hätten nach 15 Minuten schon mit 2:0 führen müssen. Doch sowohl Meier – mit seinem präzisen Schuss –, als auch Schweitzer – mit seinem jämmerlich getretenen Foulpenalty – scheiterten innert 120 Sekunden an Kosovas untadeligem Schlussmann Faycal Ladjimi.

Engstringen liess sich vorerst nicht beirren und powerte weiter. Nach 22 Minuten zeigte Ref Djukic Kosovas Morina innert zehn Sekunden zweimal die gelbe Karte wegen Reklamierens – Marschbefehl unter die Dusche. Es schien alles nach dem Gusto der Limmattaler zu laufen.

Nur noch Anschlusstreffer

Doch mit einem Mann mehr auf dem Platz brachte das Team von Trainer Beni Achermann minutenlang kein Bein mehr vors andere. Anders die Kosovaren. Sie konterten die naiven Engstringer schulbuchmässig aus und gingen in der 35. Minute innert 50 Sekunden mit 2:0 in Front. Der kollektive Engstringer Schockzustand legte sich nur langsam.

Die Limmattaler machten in der Folge mehr fürs Spiel und erarbeiteten sich auch die eine oder andere Chance. Das Anschlusstor von Joker Dossenbach nach 66 Minuten zum Schlussresultat von 1:2 blieb jedoch das einzig Zählbare. «Wir waren besser. Hätten wir 5:2 gewonnen, könnte niemand etwas sagen», so das etwas spezielle Fazit von FCE-Trainer Achermann nach dem Schusspfiff.

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