Fussball

Die Urdorfer kassieren zu Hause eine empfindliche Pleite

Das erste Heimspiel in der neuen 3.-Liga-Saison wurde für die ersatzgeschwächten «Stiere» zum defensiven Debakel. Affoltern am Albis siegte mit 5:2 und auch in dieser Höhe verdient.

«Wir haben zehn Minuten Fussball gespielt. Zehn Minuten. Das reicht natürlich nirgends hin.» FCU-Coach Andi Wiederkehr mochte nach dem Schlusspfiff gar nicht erst nach Ausreden suchen. «Affoltern ist der Absteiger aus der 2. Liga. Die sind halt besser.» Punkt und Schluss.

Jene zehn lichten Minuten, die Urdorfs Übungsleiter ansprach, hatten es allerdings in sich. Als beim Seitenwechsel und dem 0:3 aus Limmattaler Sicht die Entscheidung gefallen schien, drehten die «Stiere» kurzfristig auf.

Angetrieben von Ersatz-Captain De Luca (Amtsinhaber Jenny fehlte wegen eigener Hochzeit) kamen sie innert acht Minuten nach Treffern von Mate Batur (52.) und Petrlic (60.) auf ein Tor heran. In dieser Phase wurde den wenigen Urdorfer Schaulustigen warm ums Herz.

Pleiten, Pech und Pannen

Nach dem Anschlusstreffer zum 2:3 besannen sich die überlegenen Affoltemer wieder auf ihre Tugenden, störten die Urdorfer wieder früh im Mittelfeld und liessen ihnen keinen Raum mehr. Und entschieden die Partie mit zwei weiteren Treffern in der Schlussphase.

Die ersten 45 Minuten waren aus Urdorfer Sicht geprägt gewesen von Pleiten, Pech und Pannen. Ein paar Beispiele gefällig? In der 22. Minute lässt FCU-Verteidiger Aleksandar Petkovic seinen Gegenspieler ungestört flanken, vor dem Tor fühlt sich niemand zuständig für den herrenlosen Ball - Antenen dankt mit dem 0:1.

180 Sekunden später wieder Panik im Urdorfer Abwehr-Orchester – 0:2 durch Bilic. Und wieder nur sieben Minuten später kommt der grosse Auftritt von Urdorfs Ruben Da Silva. Mit einem sehenswerten Absatztrick in der Nähe des eigenen Strafraums (!) lanciert der 18-jährige Jungspund Affoolterns Ismajlaj. Mit Glück befreien die «Stiere» zum Eckball. Im Anschluss an diesen fällt durch Ammann das 0:3.

Auf dem Boden der Realität

Nach je einem Sieg in Meisterschaft und Cup sind die Limmattaler also wieder auf dem harten Boden der Realität gelandet. Auch wenn eine Niederlage gegen einen Gruppenfavoriten wie Affoltern kein Unglück ist, zu denken geben sollte den Urdorfern dennoch die Tatsache, dass sie gerade mal mit zwei Auswechselspielern angetreten sind. «Die Personalsituation wird sich bld verbessern», so Wiederkehr lapidar.

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