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2:3-Niederlage für Schlieren im Spitzenkampf der NLB

Derendingens Andrea Vögeli (r.) zeichnete sich gegen Worb als Siegtorschützin aus.

Derendingens Andrea Vögeli (r.) zeichnete sich gegen Worb als Siegtorschützin aus.

Mit dem FC Schlieren und dem SC Derendingen trafen die bisher ungeschlagenen Teams der aktuellen NLB-Saison aufeinander. In dieser Partie wurden den Schlieremerinnen sowohl ihre Grenzen als auch ihr grosses Potential aufgezeigt.

Ein langes Abtasten gab es nicht, die Gäste starteten mit einem Paukenschlag. Bereits in der dritten Minute traf Michèle Bucher mit einem Distanzschuss ein erstes Mal. Die Schlieremer Defensivarbeit funktionierte vor allem zu Beginn nicht optimal. «Wir waren in der ersten Halbzeit unkonzentriert und machten zu viele Flüchtigkeitsfehler», so Trainer Robert Tonic. Dennoch kamen die Schlieremerinnen zu guten Chancen, so insbesondere Mijovic, die zweimal alleine auf den gegnerischen Goalie losziehen konnte. Beim ersten Mal parierte Scherrer stark, beim zweiten Mal flog der Ball knapp übers Tor. Besser machte es auf der Gegenseite Manuela Marra, sie erhöhte nach 20 Minuten auf 2:0. Mit dieser verdienten Führung ging es zur Pause.

Steigerung nach der Pause

Offenbar fand FCS-Trainer Tonic in der Kabine die richtigen Worte, die Schlieremerinnen zeigten sich in der zweiten Hälfte stark verbessert und spielten nun auf Augenhöhe mit dem SCD. Als Mijovic per Penalty und Captain Nadine Patt nach gut einer Stunde innert zwei Minuten den Zweitore-Rückstand egalisierten, schien das Spiel zu kippen. Die Gäste aus Derendingen gewährten dem Gegner zu viel Raum und wurden in die eigene Hälfte gedrängt. «Wir haben während dieser Phase zu wenig Druck auf Schlieren gemacht», zeigte sich Ex-Schlieremerin Martina Trutmann kritisch. Die Gäste fingen sich aber wieder und das Spiel gestaltete sich ausgeglichen. In der 87. Minute erhielt der SCD vom nicht immer souveränen Schiedsrichter einen grosszügigen Freistoss zugesprochen. Trutmann drehte den Ball zur Mitte und dort verwertete die eingewechselte Ilona Sieben zur Gäste-Führung. Dabei blieb es.

Kämpferisch gegen St. Gallen

Die Schlieremerinnen dürften sich vorgekommen sein, wie der FC Zürich ein paar Tage zuvor im Europacup. Ihre starke Reaktion nach der Pause wurde nicht belohnt. Ihnen bleibt die Erkenntnis, dass sie mit jedem Gegner mithalten können, sofern sie über das gesamte Spiel eine konzentrierte Leistung abzurufen vermögen. «Wir müssen vor allem die zweite Halbzeit in Erinnerung behalten und auch gegen St. Gallen so kämpferisch auftreten», zieht FCS-Verteidigerin Roth Bilanz. Die Spielerinnen aus Derendingen dürfen ihre Ziele hingegen neu definieren: «Wir wollen so weiterfahren, dann ist auch der Aufstieg ein Ziel», so Trutmann. «Wir werden dennoch weiterhin von Spiel zu spiel sehen, auch Thun wird ein unangenehmer Gegner sein», ergänzt Torschützin Sieben. Aufgrund der gezeigten Leistung im Spitzenkampf ist nicht auszuschliessen, dass sich Schlieren und Derendingen noch länger um den Spitzenplatz in der NLB duellieren werden.

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