Die Baugrunduntersuchungen entlang der geplanten Strecke der Limmattalbahn sind fast abgeschlossen. Einzig im Bereich Mutschellenknoten/Industriestrasse in Dietikon laufen die Arbeiten noch. Diese dauern voraussichtlich noch bis Ende August, sagt Julie Stucki, Leiterin Kommunikation der Limmattalbahn AG, auf Anfrage.

Während die letzten Bohrungen noch im Gange sind, habe die Auswertung der Sondierung bereits begonnen, so Stucki. «Im Moment werden die Analyseberichte verfasst. Die genauen Ergebnisse sollten Anfang September vorliegen.» Es sehe momentan nach keinen grösseren Schwierigkeiten aus.

Bis zu 20 Meter tief gebohrt

Die Baugrunduntersuchungen sind Teil der laufenden Bauprojektphase. Die Bodenproben entlang der geplanten Strecke sollen Erkenntnisse für den späteren Bau der Bahn liefern. Als Grundlage für die weitere Projektierung und die spätere Realisierung sind Abklärungen über die Bodenverhältnisse und die Tragfähigkeit des Untergrundes notwendig. Je härter und stabiler der Untergrund ist, desto weniger Sicherungen sind beim Bau nötig.

Neben der Stabilität und der Beschaffenheit des Untergrundes wollen die Planer überdies zwei weitere wichtige Informationen mit den Bohrungen erhalten. Einerseits wollen sie bessere Kenntnisse über das Grundwasser erhalten. Dazu wurde bis in eine Tiefe von 20 Metern gebohrt.

Andererseits soll abgeklärt werden, wie der Strassenbelag beschaffen ist. So wurden früher im Strassenbau Materialen verwendet, die sogenannte polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) enthalten. Die Probebohrungen sollen zeigen, ob sich solche Stoffe im Strassenbelag entlang der Strecke befinden. Wenn beim Bau der Bahn einzelne Strassen umgestalten werden, muss der aufgerissene Belag entsorgt werden. Da diese polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffe giftig sind, muss der Belag je nach PAK-Konzentration in eine Deponie gebracht oder recycelt werden. Insgesamt wurden seit Anfang Juli an rund 50 Standorten entlang der 13,5 Kilometer langen Strecke zwischen Zürich Altstetten und Killwangen Probebohrungen vorgenommen.